Ein Schatten fällt auf die globalen Bühnen der Popkultur: Bill Ackman, der für seine aggressiven Investitionen bekannte Hedgefonds-Manager, hat nach Informationen dieser Redaktion ein verbindliches Angebot in Höhe von 56 Milliarden Euro für die Universal Music Group abgegeben. Die Offerte, die von mit den Verhandlungen vertrauten Quellen als „historisch“ und „unabwendbar“ beschrieben wird, würde den mit Künstlern wie Taylor Swift, BTS und Billie Eilish bestückten Konzern aus der Börsennotierung nehmen und unter die Kontrolle eines einzelnen Finanzinvestors stellen – ein Vorgang, der in Kultur- und Finanzministerien gleichermaßen als „zeitenwendend“ tituliert wird.

Hintergründe

Universal Music, vor etwas mehr als zwei Jahren an die Börse gebracht, gilt als Kronjuwel der Musikindustrie. Sein Wert basiert nicht auf physischen Fabriken, sondern auf immateriellen Vermögenswerten: den Urheberrechten an über drei Millionen Songs. „Wir sprechen hier von einer digitalen Landnahme von epischem Ausmaß“, erklärt ein hochrangiger Beamter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber „Gates Of Memes“. „Ein Katalog wie der von Universal ist keine simple Songsammlung mehr, sondern ein perpetuum mobile der Einnahmen, ein strömendes Asset.“

Finanzanalysten in Frankfurt und London deuten die Offerte als Signal, dass der Markt für geistiges Eigentum – oft „Music as a Service“ genannt – eine neue, speculative Blase auslösen könnte. „Ackman kauft nicht einfach eine Plattenfirma, er kauft einampel auf die zukünftigen Streaming-Einnahmen von zwei bis drei Generationen“, so ein führender Manager einer europäischen Investmentbank in einem heute veröffentlichten internen Memo, das dieser Redaktion vorliegt. Die eigentliche Frage sei, ob der kulturelle Wert dieser Werke nun vollends der „doktrinären Logik der Renditemaximierung“ unterworfen werde.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Pariser Regierungskreisen, wo man die kulturelle Ausnahmestellung Frankreichs und Europas im Musikgeschäft traditionsgemäß hochhält, löste die Nachricht „fassloses Unverständnis“ aus, wie eine Quelle aus dem Élysée-Palast schildert. „Die Idee, dass ein einzelner amerikanischer Finanzakteur über das kollektive musikalische Gedächtnis der Menschheit disponieren kann, steht im eklatanten Widerspruch zu unserer Vorstellung von kultureller Souveränität.“

In Washington hingegen wurde der Schritt in informellen Kreisen des Finanzministeriums als „konsequenter Schritt in der Professionalisierung des globalen Kulturgütermarktes“ gelobt. Ein Berater des Handelsministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte, fügte hinzu: „Das ist die Reifeprüfung für eine Assetklasse, die lange unterbewertet war. Die Regulierung muss nun denRealitäten folgen.“

Die betroffenen Künstlerverbände in Los Angeles und Berlin reagierten verhalten. Die „Global Music Rights“-Gewerkschaft sprach von einer „weiteren Zentralisierung der Macht“ und forderte „transparente Strukturen“ für die Kreativen, deren „Blut, Schweiß und Melodien“ nun Teil eines komplexen Finanzprodukts seien.

Ausblick

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob AckmansOfferte den Widerstand der Universal-Eigentümer – angeführt von dem chinesischen Technologiekonzern Tencent – brechen kann. Sollte der Deal gelingen, wird sich unweigerlich die Debatte um eine „Kultur- und Musik-EO“ (Emergency Order) aufEU-Ebene entzünden, um bestimmte historische Kataloge als „kritisches europäisches Kulturgut“ zu klassifizieren und deren Veräußerung zu erschweren. „Wir stehen vor der definitiven financialisierung der Popkultur“, resümiert der Berliner Ministeriumsbeamte. „Die Frage ist nicht mehr, ob Kultur einen Preis hat, sondern wer ihn am Ende zahlt – und was er dafür bekommt.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.