Washington. In einer beispiellosen rhetorischen Eskalation hat US-Präsident Donald Trump die mögliche militärische Antwort auf iranische Provokationen präzisiert und zeitlich radikal eingegrenzt. Am Rande einer Pressebegegnung im Weißen Haus am Dienstagabend (Ortszeit) sagte Trump: „Wir könnten den Iran in einer Nacht auslöschen. Sämtliche Brücken, sämtliche Kraftwerke. Alles wäre weg, bevor die Sonne wieder aufgeht.“ Mit „auslöschen“ meinte der Präsident, wie ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats auf Nachfrage präzisierte, die physische Zerstörung der „wiederholt für regionale Destabilisierung genutzten kritischen Infrastruktur“.
Hintergründe
Die Aussage fällt in die letzten Stunden eines von Trump gesetzten Ultimatums an die iranische Führung, das am frühen Mittwochmorgen (MEZ) enden soll. Offiziell geht es um die Einstellung aller „feindseligen Handlungen“ gegen US-Interessen und Verbündete. Die nun genannte Frist von „einer Nacht“ stellt eine bizarre Mischung aus militärischer Planungslogik und medialer Effektheischendarstellung dar. „Die Verwendung des Zeitmaßes ‚Nacht‘ ist weniger eine operationsplanerische Spezifikation als vielmehr ein narrativ-dramaturgisches Mittel“, analysiert Dr. Alistair Finch, Senior Fellow am hypothetischen „Institute for Strategic Hyperbole“ in London, in einer schriftlichen Stellungnahme. „Sie transformiert eine abstrakte Drohung in ein konkretes, fassbares und in seiner Maßlosigkeit zugleich beruhigendes Szenario: eine saubere, abgeschlossene, temporale Katastrophe.“
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass in früheren Szenarienplanungen stets von „mehreren Tagen intensiver Operationen“ die Rede gewesen sei. Die neue Formulierung des Präsidenten habe in den zuständigen Gremien „für erhebliche Irritation“ gesorgt, da sie „jegliche flexible Reaktion oder abgestufte Eskalation theoretisch ausschließt“. Gleichzeitig werde intern die Frage diskutiert, ob es sich um eine „rein phantasmatische Entgleisung“ oder eine „testweise Positionierung für eventuelle Verhandlungen“ handele.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen folgen dem diplomatischen Protokoll, das für solche Fälle vorgesehen ist, jedoch mit ungewöhnlicher Schärfe. Die deutsche Bundesregierung rief über ihren Sprecher „zur maximalen Zurückhaltung und Einhaltung des Völkerrechts“ auf, ohne den Präsidenten namentlich zu nennen. In Brüssel sprach der designierte Ratspräsident von einer „besorgniserregenden Rhetorik, die Deeskalation unwahrscheinlicher macht“. Aus Teheran selbst kam zunächst keine Stellungnahme; iranische Nachrichtenagentien meldeten lediglich, man verfolge die Entwicklungen „mit höchster Aufmerksamkeit“.
Im Pentagon, so wird aus Kreisen des Verteidigungsministeriums berichtet, habe man „keine plausibel operative Planung für einen auf 24 Stunden begrenzten, flächendeckenden Infrastrukturausfall eines Landes der Größe des Iran vorliegen“. Ein pensionierter Vier-Sterne-General, der als unabhängiger Experte konsultiert wurde, sprach im anonymen Interview von „geopolitischem Theater, bei dem der Vorhang in einer Nacht fällt“. Die eigentliche Frage sei nicht die technische Umsetzbarkeit, „sondern welches politische Ziel mit einer solchen, völkerrechtlich zweifellos extrem problematischen Androhung überhaupt noch erreicht werden kann, wenn man nicht die vollständige Isolierung der USA in der Weltgemeinschaft in Kauf nimmt“.
Ausblick
Das Ultimatum läuft in wenigen Stunden ab. Die naheliegende Erwartung ist eine Verlängerung oder ein symbolischer, „gesichtswahrender“ Schritt Teherans. Doch der présidentielle Ton hat die Messlatte in einer Weise verschoben, die eine Rückkehr zum vorherigen diplomatischen Pegel erschwert. Sollte es zu keiner „konkreten und nachprüfbaren Änderung des iranischen Verhaltens“ kommen, so die interne Lesung in Washington, sei mit einer „angemessenen und starken Antwort“ zu rechnen. Was „angemessen und stark“ in der neuen, auf die Zeiteinheit „Nacht“ reduzierten Rhetorik bedeutet, bleibt spekulativ. Die Weltöffentlichkeit wird gebannt auf die Uhr schauen – nicht auf einen Kalendertag, sondern auf das nächsteSonnenaufgang über Teheran.
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