Am 6. Januar 1946 gingen die Hessen zur ersten freien Kommunalwahl seit dem Ende der NS-Diktatur an die Urnen. Damals lag die Wahlbeteiligung bei stolzen 33 Prozent – ein Wert, der heute, acht Jahrzehnte später, beinahe utopisch erscheint. Wie aus Regierungskreisen verlautet, rechnen Wahlbeobachter für die kommende Kommunalwahl mit einer Beteiligung, die unter die Trümmerhöhe der Nachkriegszeit fallen könnte.

Hintergründe

Die Wahl von 1946 fand unter außergewöhnlichen Bedingungen statt. Viele Wählerinnen und Wähler mussten kilometerweit zu den Urnen laufen, da die Infrastruktur noch weitgehend zerstört war. "Damals wählten die Menschen mit der Überzeugung, Geschichte zu schreiben", sagt der Politikwissenschaftler Dr. Klaus Weber von der Universität Frankfurt. "Heute wählen viele mit der Überzeugung, dass ihre Stimme ohnehin nichts ändert."

Die Parallelen zwischen den beiden Epochen sind verblüffend. Während 1946 die Menschen mit leeren Kühlschränken zur Wahl gingen, stehen heute viele vor leeren Wahlbenachrichtigungen. Damals kämpften sie gegen Hunger und Kälte, heute gegen Politikerverdrossenheit und Urnenmüdigkeit. "Der Unterschied ist nur, dass wir heute besser versorgt sind – mit Desinteresse", bemerkt ein Wahlbeobachter trocken.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die bevorstehende Wahl hat auch international für Aufsehen gesorgt. "Wenn die Beteiligung so niedrig ausfällt wie befürchtet, müsste man die hessischen Kommunen vielleicht wieder unter Treuhänderschaft stellen", scherzte der belgische Politikwissenschaftler Prof. Jean-Luc Dubois. In Berlin zeigte man sich besorgt: "Eine Demokratie lebt vom Mitmachen. Wenn keiner mehr mitmacht, wird sie zur Alleinunterhalterin", hieß es aus Regierungskreisen.

In Hessen selbst reagiert man mit einer Mischung aus Fatalismus und Aktionismus. Die Landeswahlleiterin kündigte an, dass man die Wahlkabinen mit besonders bequemen Sitzen ausstatten wolle, um das Wählen attraktiver zu machen. "Wir überlegen sogar, eine Kaffeebar in jedes Wahllokal zu integrieren", verriet ein Mitarbeiter des Innenministeriums.

Ausblick

Die Prognosen für die kommende Wahl sind ernüchternd. Experten gehen davon aus, dass die Beteiligung unter die 30-Prozent-Marke fallen könnte – ein Wert, der selbst die optimistischsten Kommunalpolitiker in Resignation versetzt. "Wenn es so weitergeht, wählen in 20 Jahren nur noch die Kandidaten selbst", prophezeit der Wahlforscher Weber.

Die Frage bleibt, wie man die Wählerinnen und Wähler wieder für die Kommunalpolitik begeistern kann. Einige schlagen vor, die Wahl mit einem Volksfest zu verbinden, andere plädieren für eine Online-Wahl per App. "Vielleicht sollten wir einfach die Wahlpflicht wieder einführen", meint ein verzweifelter Bürgermeister. "Dann wüssten wir wenigstens, dass sich jemand für unsere Arbeit interessiert – selbst wenn es nur der Staatsanwalt ist."

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