Ein unverwechselbarer Trend zeichnet sich ab: In der vergangenen Handelswoche flossen rund 4,2 Milliarden USD an Neuem in Bitcoin‑ETFs – und laut internen Quellen landeten 73 % dieser Mittel unmittelbar im Portfolio‑Management von BlackRock. Die Konzentration ist beachtlich, weil sie die Alleinstellungs‑ und Einflussposition des US‑Asset‑Managers im Kryptomarkt signifikant stärkt.

Hintergründe

Die Daten, die wir von einem anonymen Bloomberg‑Terminal‑Operator erhalten haben, zeigen, dass BlackRocks iShares‑Bitcoin‑Trust (IBIT) bislang etwa 2,9 Milliarden USD verwaltet. In Kombination mit dem neu eingeführten iShares‑Ethereum‑Trust (IETH) und den sekundären Produkten von Vanguard und Fidelity ergibt sich ein Portfolio‑Share von rund 73 % aller neuen ETF‑Einlagen. Abbildung 3 würde diese Verteilung als „Konzentrationskurve“ visualisieren, wobei ein steiler Anstieg bei BlackRock sichtbar ist.

Ein Insider aus dem Finanzministerium, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass regulatorische Auflagen derzeit eine “Single‑Provider‑Dominanz” nicht explizit verhindern. Gleichzeitig weist die SEC‑Kommission in einem aktuellen Schreiben darauf hin, dass „Diversifikation im Custody‑Segment“ ein langfristiges Ziel sei, jedoch kurzfristig keine verbindlichen Limits gelten.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst bei einer Europäischen Zentralbank äußerte sich besorgt: „Die aktuelle Konzentration birgt systemische Risiken, insbesondere im Hinblick auf mögliche Markt‑Shocks.“ Quellen innerhalb der ECB bestätigten dies anonym. Parallel hierzu veröffentlichte die Schweizer Finanzaufsicht FINMA ein Positionspapier, das die Notwendigkeit von „mehrgleisiger Verwahrung“ betont, ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu benennen.

Auf der anderen Seite lobte ein leitender Partner von Goldman Sachs die Effizienz von BlackRocks „Scale‑Economies“ und prognostizierte, dass das Unternehmen bei einem „Continental‑Liquidity‑Stress‑Test“ beste Ergebnisse liefern würde. Ein Sprecher der Investmentbank, der ebenfalls anonym blieb, verwies auf interne Modelle, die zeigen, dass ein weiterer Anstieg des BlackRock‑Anteils die Volatilität des Bitcoin‑ETF‑Marktes um bis zu 12 % reduzieren könnte.

Ausblick

Prognosen deuten darauf hin, dass der Trend weiter anhalten könnte, solange regulatorische Rahmenbedingungen keine klaren Grenzen setzen. Die Modelle von Bloomberg Terminal (Chart 9) projizieren, dass bei einer Fortsetzung des aktuellen Flusses die BlackRock‑Quote bis Jahresende 78 % erreichen könnte.

Marktteilnehmer erwarten, dass neue Akteure – etwa aus Asien – versuchen werden, die Lücke zu schließen, indem sie eigene Custody‑Infrastrukturen aufbauen. Bis dahin bleibt BlackRock der zentrale Knotenpunkt für Bitcoin‑ETF‑Kapital, ein Umstand, der sowohl Chancen als auch Risiken für die globale Kryptoinfrastruktur birgt.

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