VanEck, einer der führenden Vermögensverwalter im Bereich digitaler Assets, hat in einem neu veröffentlichten Analystenbericht ein paradoxes Bild der Bitcoin‑Marktdynamik skizziert: Während die Finanzierungsraten auf stark negative Werte gefallen sind, gleichzeitig jedoch die Hashrate – ein etabliertes Proxy für Netzwerk‑Sicherheit – nur moderat abnimmt. Das Unternehmen interpretiert diese Konstellation als ein “verstärkt bullisches Setup”, das laut internen Modellen historisch mit überdurchschnittlichen Renditen einhergeht.

Hintergründe

Nach den Daten des Bloomberg‑Terminals weisen die Funding‑Rates – ein Schlüsselindikator für die kurzfristige Marktstimmung – seit Anfang März einen Tiefpunkt von –0,15 % auf, der bislang nur in den frühen Phasen der Bitcoin‑Bullenmärkte zu beobachten war (vgl. Abbildung 3). Parallel dazu hat die globale Hash‑Rate laut CryptoMetrics um rund 3 % gegenüber dem Vortag nachgelassen, ein Rückgang, der historisch eher mit Konsolidierungsphasen assoziiert wird.

VanEck stützt seine Prognose auf ein proprietäres „Dual‑Signal‑Framework“, das erstmals 2021 entwickelt wurde und seitdem in mehreren Marktzyklen verfeinert wurde. Eine anonyme Quelle aus dem Research‑Team erklärte: „Die Kombination aus tief negativen Funding‑Rates und einem nicht‑kritisch abfallenden Hash‑Rate‑Niveau signalisiert nach unseren Algorithmen keine Panik, sondern strategische Umschichtung von Kapital in Richtung Bitcoin.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst einer europäischen Großbank, der anonym bleiben wollte, kommentierte: „Die VanEck‑Analyse fügt sich nahtlos in das aktuelle Bild ein, das wir ebenfalls von unseren Risikomodellen sehen – ein Markt, der trotz kurzfristiger Turbulenzen robuste Fundamentaldaten aufweist.“

In Asien wiederum äußerten mehrere Krypto‑Händler an der Börse von Hongkong vorsichtige Optimismus: „Wir beobachten eine erhöhte Long‑Open‑Interest, während die Funding‑Rates weiter sinken. Das entspricht dem Bild, das VanEck zeichnet.“ Ein leitender Mitarbeiter des Finanzministeriums, der die Identität nicht preisgab, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass die Regulierungsbehörden die jüngste Datenlage genau monitoren, jedoch keine unmittelbaren Eingriffe planen.

Ausblick

VanEck projiziert für das nächste Quartal ein potenzielles Kursplus von 18 % bis 25 % für Bitcoin, basierend auf dem aktuellen „Dual‑Signal‑Modell“. Das Unternehmen empfiehlt Investoren, ihre Portfolios schrittweise zu re‑gewichteten, wobei ein Teil der Allokation in Bitcoin als „strategischer Hedge“ gegenüber erhöhten Volatilitätsrisiken dienen soll.

Doch Analysten warnen zugleich vor einer möglichen „Funding‑Rate‑Umkehr“, die laut internen Szenario‑Simulationsmodellen das bullische Momentum innerhalb von zwei bis vier Wochen abschwächen könnte. In diesem Kontext bleibt die Hashrate‑Entwicklung ein kritischer Beobachtungsparameter.

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