Washington – Das Digital Asset Market Clarity Act (H.R. 3633), umgangssprachlich „Clarity Act“, hat nach einem erfolgreichen Durchgang im Repräsentantenhaus nun die Senate Banking Committee hinter sich, verweilt jedoch im parlamentarischen Schwebezustand. Anonyme Marktteilnehmer bezeichnen den Gesetzentwurf bereits als potenzielles „Regulatory Moonshot“, das das gegenwärtige Flickenteppich‑Regelwerk für Kryptowährungen endlich glätten könnte.
Hintergründe
Der Gesetzentwurf sieht vor, die Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte klar zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zuzuordnen. Nach aktuellem Stand würde die SEC die Klassifizierung von Token als Wertpapiere übernehmen, während die CFTC für Futures und Derivate zuständig bliebe. Abbildung 3 des internen Bloomberg‑Terminals modelliert die mögliche Marktliquidität in einem Szenario ohne regulatorische Überschneidungen und prognostiziert ein durchschnittliches Wachstum von 12 % im Jahresvergleich.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Analyst des Wall‑Street‑Büros von Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Die Klarheit, die dieser Act bieten könnte, ist für institutionelle Anleger ein entscheidender Hebel, um die Risiko‑Premien zu senken.“ Parallel dazu äußerte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, ebenfalls anonym, Bedenken hinsichtlich der föderalen Zuständigkeit und wies darauf hin, dass ein föderales „One‑Stop‑Shop“ für Krypto‑Regulierung verfassungsrechtliche Hürden mit sich bringen könnte.
International reagierten Regulierungsbehörden ähnlich vorsichtig. Die Europäische Wertpapier- und Mark Autorität (ESMA) beobachte das US‑Gesetz genau und prüfe, ob ein transatlantischer Abgleich der Aufsichtsrahmen möglich sei, teilte ein Insider mit. In Asien wiederum signalisierte die chinesische Securities Regulatory Commission, dass sie das US‑Beispiel als „Interessenskonflikt‑Vermeider“ studiere, jedoch keine direkte Übernahme plane.
Ausblick
Mit einer bevorstehenden Senats‑Abstimmung im nächsten Quartal bleibt unklar, ob der „Clarity Act“ den legislativen Prozess überstehen wird. Marktanalysten warnen davor, dass ein Scheitern das aktuelle Regulierungsdickicht verstärken könnte, was zu erhöhten Compliance‑Kosten und einer möglichen Kapitalflucht aus den USA führen würde. Sollte das Gesetz jedoch verabschiedet werden, könnte es laut interner Modellsimulationen zu einer Reduktion der durchschnittlichen Anwaltsgebühren um bis zu 30 % führen und damit die Attraktivität amerikanischer Krypto‑Märkte signifikant steigern.
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