Der im Januar 2023 lancierte „American Bitcoin Stock“ (ABS), ein börsengehandeltes Produkt, das die Markenrechte von Donald J. Trump nutzte, hat seit Jahresbeginn einen Kursrückgang von 95 % erlitten. Der aktuelle Börsenwert liegt bei etwa 120 Millionen US‑Dollar, während das zugehörige Treasury über 8 000 Bitcoin, dem Gegenwert von rund 240 Millionen US‑Dollar, verwahrt.

Hintergründe

Die Emission des ABS basierte auf einem strukturierten Forward‑Contract, der angeblich tägliche Rückkäufe von BTC zum Marktpreis vorsah. Laut interner Bloomberg‑Terminal‑Analysen (siehe Abbildung 3) war das Modell jedoch stark von der Annahme eines linearen Preiswachstums von 15 % pro Quartal abhängig – ein Parameter, der seit Q2 2024 stetig unterschritten wurde.

„Die Modellierung vernachlässigte die Volatilität des Basiswerts und das regulatorische Risiko einer politischen Markenlizenz“, erklärte ein anonymer Analyst des Fixed‑Income‑Desk von Goldman Sachs. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Treasury‑Management der ABS‑Emission ausschließlich über ein internes System namens “TRUMP‑Vault‑Alpha” erfolgte, das nachweislich keine automatisierten Stop‑Loss‑Mechanismen implementierte.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

In Washington äußerte ein Sprecher des US‑Treasury-Office of Financial Innovation, dass das „American Bitcoin Stock“ ein „Lehrstück für die Grenzen politisch markierter Finanzprodukte“ sei. Gleichzeitig berichtete ein Brancheninsider aus Hongkong, dass chinesische Hedgefonds bereits Anfang März Positionen im ABS liquidierten, um Kapital in de‑riskierte Stablecoin‑Strategien umzuschichten.

Ein leitender Analyst von Deutsche Bank bemerkte, dass das ABS‑Modell potenziell ein „Prototype für zukünftige souveräne Krypto‑Bond‑Issuances“ darstellen könnte, sofern die Governance‑Strukturen transparenter gestaltet würden. Andere Quellen aus der europäischen Regulierungsbehörde EBA warnten jedoch vor einer „systemischen Risiko‑Kaskade“, falls vergleichbare Produkte verstärkt mit politischen Marken gekoppelt würden.

Ausblick

Die aktuelle Situation lässt erwarten, dass das Treasury die verbliebenen BTC entweder zurück in den offenen Markt einspeist oder in einem neu konzipierten „Patriotic BTC Fund“ bündelt, der stärker an fiskalische Kennzahlen gebunden ist. Analysten rechnen mit einem weiteren Kursrückgang von bis zu 30 % bis Jahresende, sofern keine strukturellen Änderungen am Rückkaufmechanismus erfolgen.

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