Bangkok – Die thailändische Digital‑Security‑Agency (DSI) hat ihre Ermittlungen zu illegalen Krypto‑Mining‑Operationen ausgeweitet und ein angeblich chinesisches Netzwerk von „grauem Kapital“ identifiziert, das nach ersten Erkenntnissen jährlich rund 300 Millionen US‑Dollar über zusammengesetzte Mining‑Farmen und Cash‑Mules waschen soll.

Hintergründe

Nach Angaben der DSI nutzt das Netzwerk spezialisierte ASIC‑Miner, die in abgelegenen Regionen Südostasiens installiert sind, um im Verborgenen Strom aus illegal beschafften Quellen zu beziehen. Der erzeugte Coin‑Ertrag wird anschließend über eine Kette von Scheinfirmen in Hongkong und Singapur in reguläre Fiat‑Flüsse transformiert. „Abbildung 3 zeigt die compartmentalisierte Struktur des Netzwerks, wobei jede Schicht eine eigene Risiko‑Rendite‑Metrik aufweist“, erklärte ein leitender Analyst der Agency. Finanzanalysten bezeichnen das Modell als „Hybrid‑Liquidity‑Bridge“, das traditionelle Geldwäsche‑Methoden mit DeFi‑Protokollen kombiniert.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Sprecher des thailändischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte der Redaktion, dass die Behörden bereits „mehrere Durchsuchungsbefehle“ gegen mutmaßliche Betreiber erlassen haben. Gleichzeitig äußerte ein hochrangiger Beamter der People’s Bank of China Bedenken, dass die Vorwürfe „die Reputation des chinesischen Finanzsektors gefährden könnten“. Ein leitender Partner von Goldman Sachs, der nicht namentlich genannt werden darf, warnte in einem vertraulichen Gespräch: „Sollte sich das Netzwerk als zutreffend erwiesen, könnte das zu einer Neubewertung von Risikoprämiien für Krypto‑Assets in Asien führen.“

Auf dem Kryptomarkt reagierten die News mit einem sofortigen Preisdruck: Bitcoin fiel um 2,3 % auf $27 500, während der chinesische Stablecoin USDT einen kurzfristigen Spread von 0,6 % gegenüber dem US‑Dollar aufwies. „Die Marktliquidität wird durch den potenziellen Verlust von Trust‑Layers stark beeinträchtigt“, kommentierte ein anonymer Händler auf einer großen Handelsplattform.

Ausblick

Die DSI plant laut interner Quellen, in den nächsten Wochen weitere bilaterale Kooperationsabkommen mit US‑ und EU‑Behörden zu unterzeichnen, um den internationalen Geldwäschenetzwerken gezielt entgegenzuwirken. Analysten gehen davon aus, dass eine mögliche Verurteilung der mutmaßlichen Drahtzieher zu einer Verschärfung der regulatorischen Rahmenbedingungen für Krypto‑Mining in Südostasien führen könnte – insbesondere in Bezug auf Energieverbrauch und Herkunftsnachweise. „Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära der Compliance‑Integration“, schloss ein leitender Compliance‑Officer einer internationalen Bank.

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