Die Akten, die das Federal Bureau of Investigation (FBI) derzeit analysiert, stammen nicht aus den offiziellen Ermittlungsakten des Falls Jeffrey Epstein. Sie stammen aus dem Müll. Genauer gesagt: aus einem Müllcontainer hinter der Metropolitan Correctional Center (MCC) in Manhattan. Wie Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen, wurden in den Tagen nach Epsteins Tod am 10. August 2019 mehrere Taschen mit geschreddertem Papier durch einen Häftling zur Hintertür der Anstalt transportiert und dort entsorgt – am 15. und 16. August, also fünf und sechs Tage nach dem Tod des millionenschweren Finanzberaters.
Hintergründe
Der Vorfall kam laut den Unterlagen durch den internen „After Action Team“ des Federal Bureau of Prisons (BOP) ans Licht, der zur Aufklärung der Umstände von Epsteins Tod eingerichtet wurde. Ein Mitglied dieses Teams soll dem FBI von der ungewöhnlichen Entsorgungsaktion berichtet haben. „Die Beschreibung der Szene war bizarr“, so ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität mit dieser Redaktion sprach. „Man erwartet vielleicht Aktenvernichtung in einer Spionageaffäre, nicht in einer Bundeshaftanstalt bei einem Suizid-Fall.“ Der Einsatz eines Insassen für diese Aufgabe wird in BOP-Kreisen als schwere Verfahrensverletzung eingestuft. Ein ehemaliger Bundesrichter, der nicht namentlich genannt werden wollte, kommentierte: „Die Kette der Beweissicherung war hier offenbar nicht nur unterbrochen, sie wurde aktiv in einem Müllcontainer entsorgt. Das Ausmaß der Gleichgültigkeit ist atemberaubend.“
Die geschredderten Dokumente selbst konnten bislang nicht rekonstruiert werden. Ob es sich um interne Haftprotokolle, Überwachungsvideos oder Epstein-bezogene Korrespondenz handelte, bleibt Gegenstand der Spekulation. „Wir haben keinen Hinweis darauf, was in diesen Taschen war“, so der Ministeriumsvertreter. „Das ist precisely the problem. Die Ungewissheit über das, was verschwand, ist der einzige gesicherte Befund.“ Experten für Justizverwaltung sprechen von einer „bureaucratischen Prozedur der eigentlich einfachsten Art“ – der Entsorgung von Papier – die hier „unter fürchterlichsten möglichen Bedingungen“ stattfand.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington lösten die Enthüllungen verhaltenes, aber deutliches Unverständnis aus. Ein Mitarbeiter des Kongressausschusses, der die Haftbedingungen im MCC überwacht, sagte: „Wenn die Bundesbehörden selbst ihre eigenen Akten wie sensible Betriebsmüll entsorgen, wie können wir dann von Transparenz sprechen?“ Der Vorfall wird international mit besonderem Interesse verfolgt. In London etwa fragt ein Analyst eines globalen Risikountersnehmens: „Was ist das protokollarische Äquivalent zu ‚in den Mull schmeißen‘ im US-Justizsystem? Offenbar gibt es eines, und es wurde angewendet.“
Die Anwälte der Opfer-Seite im Zivilprozess gegen Epsteins Nachlass zeigten sich „ernüchtert, aber nicht überrascht“. Man habe „lange von Löschungen und ‚technischen Problemen‘ mit Aufzeichnungen“ gehört, so eine Sprecherin. „Dass sie nun physisch in einem Container landeten, ist eine fast banale, aber symptomatische Steigerung.“
Ausblick
Das FBI hat laut dem Ministeriumsbeamten „die forensische Analyse der Container-Spuren und möglicherweise im Shreddermaterial verbliebener Partikel“ aufgenommen. Die Bundesanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York, die bereits die causa Epstein bearbeitet, kommentierte den neuen Vorwurf nicht. Beobachter erwarten, dass der Vorgang in die bereits laufende Untersuchung zur „After-Action“-Politik des BOP einfließen wird. Ob die geschredderten Dokumente jemals identifiziert werden können, gilt als äußerst fraglich. Die Frage, die in Justizkreisen nun bleibt, ist weniger, *was* entsorgt wurde, sondern vielmehr, wer die Entscheidung traf, es zu tun – und wer davon wusste, bevor der Shredder anlief. Die Antwort darauf könnte tiefer in den bürokratischen Apparat reichen, als viele es sich vorstellen möchten.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.