Am Dienstagabend erstatteten zwei Video-Blogger, die sich auf ihren Kanälen auf "unabhängige Aufklärung" spezialisiert haben, bei der örtlichen Polizei in Santa Fe County Anzeige wegen eines angeblichen Schusswechsels auf dem Gelände der ehemaligen "Zorro Ranch" von Jeffrey Epstein. Gemäß der von dieser Redaktion eingesehenen Polizeimeldung gaben die Männer an, das Gelände betreten zu haben, um "archivarische Arbeit" zu leisten, als sie aus nächster Nähe beschossen worden seien. Sie verließen das Gelände unverletzt. Die Ranch, etwa 80 Meilen südwestlich von Santa Fe gelegen, ist seit Epsteins Verhaftung 2019 und seinem Tod 2019 Gegenstand eines komplexen, von Bundesgerichten überwachten Liquidationsverfahrens.
Hintergründe
Die "Zorro Ranch", ein rund 8.000 Hektar großes Anwesen mit Flugplatz, war über Jahre hinweg Schauplatz diverser, von Gerichten dokumentierter Besuche jugendlicher Mädchen. Seit der Beschlagnahme steht das verwahrloste Gelände unter der Aufsicht des vom Bundesgericht bestellten receivers, der für die Bewirtschaftung und den Verkauf des Vermögens zuständig ist. "Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen ein Muster von schwieriger Zugänglichkeit und mangelnder permanenter physischer Sicherung vieler der ehemaligen Immobilien", erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter eines nahegelegenen Landratsamtes, der anonym bleiben will. "Die Priorität liegt offenbar auf der财务verwaltung, nicht auf der 24/7-Überwachung jedes Zaunes."
Die beiden Blogger, die unter Pseudonymen auftreten und nach eigenen Angaben "digitale Investigation" betreiben, filmten ihren Besuch. Das Material, das sie in einem Preview auf einer Videoplattform teilten, zeigt verwitterte Gebäude, leerstehende Stallungen und schließlich einen abrupten Schnitt, gefolgt von dem Geräusch eines Schusses und den Ausrufen der beiden Männer. Ein forensischer Experte, der für diese Redaktion das kurze Video begutachtete, hält es für "nicht ausreichend, um die ballistische Herkunft oder die Distanz zu belegen, aber konsistent mit einem Schuss aus einer Handfeuerwaffe in relativ geringer Entfernung".
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Das U.S. Marshals Service, das für die Sicherung von bundesgerichtlich verwaltetem Vermögen zuständig ist, reagierte mit einer knappen Stellungnahme: "Das U.S. Marshals Service ist sich des Vorfalls bewusst und koordiniert mit örtlichen Behörden. Zu laufenden Ermittlungen geben wir keinen Kommentar ab." Ein Sprecher des receivers, der mit der Verwaltung der Epstein-Vermögenswerte betraut ist, wies jede Verantwortung von sich: "Wir haben keine Kenntnis von einem autorisierten Zugang oder einem Sicherheitsvorfall auf dem Gelände. Unsere Aufgabe ist die财务verwaltung, nicht die宇航总署-artige Sicherung unbewohnter Ländereien."
In forensischen Kreisen sorgt der Vorfall für trockene Ironie. "Während das Justizministerium Jahrzehnte lang Akten über einem Milliardär, der sich millionenschwere Gäste leistete, zurückhält, scheint es ein unbewachtes Stück Wüste nicht zu sichern", kommentiert eine unabhängige Justizanalystin, die für eine Denkfabrik in Washington arbeitet, unter der Bedingung der Anonymität. "Die Symbolkraft ist beinahe überwältigend: Die Akten sind hinter Schloss und Riegel, das Land ist es nicht."
Ausblick
Die Ermittlungen der State Police von New Mexico laufen. Ob es zu einer Anklage wegen unbefugten Betretens kommen wird, ist offen. Die Blogger behaupten, weitere, bisher unveröffentlichte Aufnahmen zu haben, die "das Ausmaß der Vernachlässigung" zeigen. Unabhängig von der Wahrheit dieser spezifischen Schussvorfall-Behauptung wirft der Vorfall ein Schlaglicht auf ein anhaltendes Paradoxon: Die Akten zum Netzwerk des verstorbenen Finanzierers werden von Bundesbehörden mit Argusaugen bewacht, während viele der physischen Orte, an denen sich die mutmaßlichen Taten abspielten, verfallen und für jeden mit einem Allradfahrzeug zugänglich scheinen. Die systemische Frage, welche Vermögenswerte geschützt werden und warum, bleibt so offen wie der Horizont über der Zorro Ranch.
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