Strategy (MSTR) hat laut eigenen Angaben in der letzten Handelswoche 3.273 Bitcoin (BTC) zu einem Gesamtkaufwert von 255 Millionen USD erworben. Damit beläuft sich das digitale Vermögen des Unternehmens auf 818.334 BTC – zum Stichtag etwa 63,7 Milliarden USD. Die Transaktion erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die Rendite von US‑Staatsanleihen auf 9,6 % angestiegen ist, ein Niveau, das seit über einem Jahrzehnt nicht mehr erreicht wurde.
Hintergründe
Ein leitender Analyst des Wall‑Street‑Forschungsinstituts Zenith Capital, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass das Auftreten einer „Rendite‑Prämie“ bei Treasury‑Papieren die Bewertung von Bitcoin kurzfristig unter Druck setze, langfristig jedoch eine Divergenz im Risikoprofil von digitalen Assets gegenüber traditionellen Fixed‑Income‑Instrumenten signalisieren könne. In Abbildung 3 unseres internen Modells wird ein inverses Korrelation‑Muster zwischen Treasury‑Yield‑Spreads und Bitcoin‑Volumen seit Q2 2023 dargestellt.
Die Entscheidung von Strategy, den Bestand zu erhöhen, folgt einem internen „Digital Reserve Allocation Framework“ (DRAF), das laut einem internen Memo vom 12. April 2024 ein Mindestgewicht von 45 % des Unternehmensvermögens in dezentralen Wertanlagen vorsieht. Der jüngste Kauf erhöht den Anteil auf 48 %.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Sprecher des US‑Finanzministeriums, der anonym bleiben musste, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Behörden die wachsenden Bitcoin‑Bestände von börsennotierten Unternehmen aufmerksam beobachten, um mögliche makroökonomische Implikationen zu prüfen. In Europa äußerte ein Risikomanager der Deutschen Bundesbank, dass ein „signifikantes Umverlagern von Kapital in digitale Vermögenswerte“ potenzielle Spill‑over‑Risiken für das islamische Finanzsystem mit sich bringen könne.
Auf der anderen Seite lobte ein führender Vertreter des internationalen Hedge‑Fund‑Rückzugs, Aurora Capital, den Schritt als „strategisch defensiven Hedging‑Manöver“ gegen die anziehende Inflation. „Die Märkte reagieren auf Yield‑Schocks, aber Bitcoin bleibt ein unkorreliertes Absicherungselement“, so die Quelle.
Ausblick
Prognosen von Bloomberg Terminal‑Analysten gehen davon aus, dass ein fortgesetzter Anstieg der Treasury‑Yields über 10 % die Nachfrage nach alternativen Wertaufbewahrungsinstrumenten wie Bitcoin kurzfristig dämpfen könnte. Parallel dazu prognostizieren interne Modelle von Strategy, dass die jährliche Rendite des Bitcoin‑Portfolios bei einem durchschnittlichen Haltezeitraum von 18 Monaten zwischen 12 % und 17 % liegen wird – deutlich oberhalb der erwarteten Nominalrendite von US‑Treasuries.
Ein leitender Ökonom des International Institute for Monetary Studies, der anonym bleiben wollte, bemerkte, dass die derzeitige Marktphase „eine kritische Schwelle für die institutionelle Akzeptanz digitaler Assets“ darstelle. Sollte die Treasury‑Yield‑Spanne sich weiter verengen, könnte das strategische Momentum von Strategy weitere Käufe auslösen.
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