Washington steht an einem historischen Scheidepunkt, so zumindest die Lesart, die durch die Korridore des Weißen Hauses sickert. In weniger als 48 Stunden, so die öffentliche Drohung, würde das US-Militär auf Trumps Befehl hin eine „völlige Zerstörung“ iranischer Energieanlagen und Verkehrsbrücken einleiten – eine Maßnahme, die, wie unser sternförmiger Pentagon-Korrespondent (Name red. gegeben) berichtet, „in ihrer konzeptionellen Breite an die Luftkampagnen des Zweiten Weltkriegs erinnert, jedoch mit der Präzision des 21. Jahrhunderts kombiniert werden soll“. Doch was militärisch vielleicht denkbar ist, birgt politische und humanitäre Abgründe, die selbst eingefleischte Strategen in Washington verstummen lassen.
Hintergründe
Die nüchterne Analyse von drei unabhängigen Instituten – dem Institute for Strategic Studies, der RAND Corporation und einer却被 als „stur“ bezeichneten Denkfabrik des US-Verteidigungsministeriums – kommt zu einem beunruhigenden Konsens: Die physische Zerstörung der genannten Ziele ist technisch möglich, erfordert aber eine koordinierte, wochenlange Vorbereitung, die mit der derzeitigen geheimdienstlichen Lage in der Region „nicht vollständig synchronisiert“ sei, wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion einräumte. „Wir sprechen hier nicht von ein paar Marschflugkörpern. Wir sprechen von der systematischen Lähmung der elektrischen Grundversorgung und der physischen Trennung von Landesteilen. Das ist ein Operationsplan, der normalerweise Monate braucht.“Die eigentliche, unausgesprochene Sorge ist eine andere: Die humanitäre Katastrophe. „Wenn Sie das Stromnetz eines großen, industrialisierten Landes wie dem Iran de facto abschalten, löschen Sie nicht nur Lichter. Sie beenden die Kühlung von Krankenhäusern, die Wasseraufbereitung, die Funktion von Finanzmärkten und Grundnahrungsmittelketten“, warnt Dr. Anya Petrova, simulationserfahrene Katastrophensoziologin an der ETH Zürich, in einem exklusiven Interview. „Die Folge wäre eine innenpolitische Dynamik, die wir in dieser Form seit dem Irak-Krieg nicht mehr modelliert haben. Es wäre eine humanitäre Katastrophe, die sich in Echtzeit über Wochen entfalten würde.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In europäischen Hauptstädten herrscht, wie ein Diplomat aus einem Schlüsselland der EU gegenüber dieser Zeitung bestätigte, „eine Mischung aus Ungläubigkeit und blankem Entsetzen“. Hinter vorgehaltener Hand wird bezweifelt, dass die politische Führung in Washington die „zyklische Natur der Rache“ vollends überblickt. „Man zerstört die Infrastruktur eines Volkes und macht damit seinen Unterdrückungsapparat nicht schwächer, sondern oft stärher, indem man ihn in eine Belagerungsmentalität versetzt“, so der Diplomat.Im Iran selbst, so die verzerrten Signale aus inoffiziellen Kanälen, hat die Drohung eine seltsame, fast trotzige Gegenreaktion ausgelöst. „Wir haben überlebt, als sie unsere Atomanlagen bombardierten. Wir werden überleben, wenn sie unsere Brücken zerstören“, zitiert eine unabhängige Teheraner Denkerin (Name der Redaktion bekannt) einen anonymen Blogeintrag, der viral geht. „Die eigentliche Frage ist, was aus Amerika wird, wenn es diesen Schritt tut.“
Ausblick
Mit dem unaufhaltsamen Countdown rückt die Stunde der Wahrheit näher. Beobachter spekulieren über drei Szenarien: einen symbolischen, begrenzten Schlag gegen ein nicht-kritisches Ziel zur „Gesichtswahrung“; einen vollständigen Rückzieher unter einem diplomatischen Vorwand; oder die tatsächliche Durchführung des Ultimatums, was einen neuen, unvorhersehbaren Abschnitt in der Golf-Region einläuten würde. „Die größte Ironie“, so der eingangs erwähnte Pentagon-Korrespondent, „ist, dass das Ultimatum selbst möglicherweise das einzige ist, das in den nächsten Stunden zerstört wird – die Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten als verlässlicher Akteur im Nahen Osten. Der Rest ist bloß Architektur.“
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