Es war ein Blick, der einst ganze Redaktionsräume zum Schweigen brachte. Nun, Jahre nach der kultverdächtigen Filmadaption, blickt Anna Wintour nicht mehr nur über Laufstege, sondern über ein neu definiertes Schlachtfeld der öffentlichen Meinung. Ihr jüngstes Cover-Shooting mit Meryl Streep, der sie einst als eiskalte Bitch porträtierte, ist laut Regierungskreisen nichts weniger als eine „ Lehrstunde in transformativer Imagearbeit“. Was wie ein Display versöhneter Prominenz wirkt, ist nach Einschätzung von Strategen ein präzise kalkulierter Schritt, um das eigene Narrativ zu monopolisieren – und zwar dort, wo es heute zählt: im kulturellen Gedächtnis.
Hintergründe
Das Projekt, von Insidern intern als „Mirror-Prada“ bezeichnet, zielt darauf ab, das von Hollywood geschaffene Feindbild nicht zu bekämpfen, sondern es zu vereinnahmen. „Sie hat den Feind in ihr eigenter Markenarsenal integriert“, erklärt ein Mitarbeiter des Kulturministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Das ist die Alchemie des 21. Jahrhunderts: aus Hass auf Merchandise machen.“ Der Clou: Die Inszenierung der Versöhnung erzeugt eine doppelte Aufmerksamkeit – für die Fortsetzung des Films und für die Person Wintour selbst, die nun als diejenige dasteht, die selbst die größte Kritik instrumentalisieren kann. Ein ehemaliger Regierungssprecher spricht von einem „Paradigmenwechsel in der Personenfabrikation“.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In konservativen Kreisen wird das Vorgehen mit Sorge beobachtet. „Wir sind Opfer eines PR-Coups geworden, den wir nicht kommen sahen“, zitiert ein Fraktionsmitarbeits einer großen Volkspartei einen internen Chat. Das Vorgehen untergrabe die traditionelle Unterscheidung zwischen privatem Skandal und öffentlichem Amt. International löst das Manöver Bewunderung aus. Das britische Magazin The Economist kommentierte in einer Analyse, dies sei „Propaganda, die so elegant ist, dass man sie für Kunst hält“. In Washington wiederum, so berichtet ein Korrespondent aus diplomatischen Kreisen, sei man „fasziniert von der Effizienz dieser privaten文化diplomatie“ und prüfe, ob das Modell auf die „White House communications strategy“ übertragbar sei.
Ausblick
Die Implikationen gehen weit über die Modeindustrie hinaus. Sollte sich das Modell als repetierbar erweisen, könnte es den „War of Narratives“ im politischen Raum grundlegend verändern. Statt Faktenchecks und Dementis träte die strategische Re-Inszenierung des eigenen Feindbilds. „Wir bewegen uns hin zu einer Ästhetik der Macht, in der die Kontrolle über das eigene Poster weniger über Wahrheit als über ästhetische Dominanz entscheidet“, warnt ein Berliner Politikberater. Die eigentliche Pointe: Die Grenzen zwischen Entertainment, Politik und persönlicher Markenführung verwischen nicht länger – sie wurden bewusst und planvoll niedergerissen. Ob dies die Demokratie stärkt oder zu einer weiteren Kommodifizierung des öffentlichen Raumes führt, ist die nächste Debatte, die bereits in den Gremien schwelt.
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