Stellar (XLM) hat im dritten Quartal 2024 einen signifikanten Anstieg der on‑chain Tokenisation von Real‑World‑Assets (RWA) verzeichnet, was laut internen Bloomberg‑Terminal‑Daten zu einem Anstieg des Netzwerk‑Throughputs um 37 % gegenüber dem Vorquartal führte. Die Plattform positioniert sich damit als Hauptakteur im aufstrebenden Segment, das bisher von Ethereum dominiert wurde.

Hintergründe

Die Tokenisierung von Sachwerten – von Immobilien über Rohstoffe bis hin zu staatlichen Schuldverschreibungen – wird zunehmend als Brücke zwischen traditionellem Kapitalmarkt und dezentralen Finanzsystemen (DeFi) angesehen. Abbildung 3 illustriert die kumulative Volumensteigerung von RWA‑Token auf Stellar seit Januar 2024, welches nun die Schwelle von 8,2 Mio. USD überschritten hat. Ein leitender Analyst bei Goldman Sachs, der anonym bleiben möchte, erklärte: „Stellar nutzt seine niedrigen Transaktionskosten und seine schnelle Finalität, um die Eintrittsbarrieren für institutionelle Akteure zu senken.“

Ein weiterer Treiber ist die jüngste Integration des Stellar‑Consensus‑Protokolls (SCP) mit den neuen RegTech‑Standards der EU, die eine konforme, automatisierte KYC/AML‑Prüfung ermöglichen. Laut einem informierten Insider des Finanzministeriums bestätigte diese Redaktion, dass die Regulierungsbehörden die Nutzung von Stellar für tokenisierte Staatsanleihen bereits in Pilotprojekten testen.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In den USA äußerte ein leitender Partner von JPMorgan, dass die Bank „in Erwägung ziehe, Stellar‑basierte Token als Teil ihrer Liquiditätsstrategie zu integrieren“, wobei die Quelle betonte, dass die Entscheidung von den regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig sei. In Asien meldete die Singapore Exchange (SGX) eine strategische Partnerschaft mit dem Stellar Development Foundation, um ein „Hybrid‑Listing‑Modell“ zu entwickeln, das tokenisierte Immobilien auf dem offenen Markt verfügbar macht.

Gleichzeitig warnte ein konservativer Analyst des deutschen Bundesamtes für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor möglichen „systemischen Risiken“, wenn sich zu viele Vermögenswerte in einer einzigen Blockchain konzentrieren. Ein anonymer Marktbeobachter aus Hongkong merkte an, dass „die Fokussierung auf Stellar das Risiko birgt, dass ein einzelner Technologie‑Ausfall zu breiten Marktstörungen führen könnte“.

Ausblick

Die Konsensprognose von Bloomberg‑Analysten legt nahe, dass Stellar bis Ende 2025 ein Marktvolumen von über 45 Mio. USD in tokenisierten RWAs erreichen könnte, vorausgesetzt die regulatorische Klarheit bleibt bestehen. Sollte die erwartete EU‑RegTech‑Kompatibilität in Q1 2025 live gehen, könnte dies einen katalytischen Effekt auslösen, der die nächste Rallye im Krypto‑Sektor einleiten würde.

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