Die jüngsten Daten des Bloomberg Terminal weisen darauf hin, dass Stablecoins seit Q2 2024 einen kontinuierlichen Zuwachs von 18 % im institutionellen Anlagevolumen verzeichnen, während Bitcoin einen Rückgang von 9 % aufweist. Diese Entwicklung, zunächst in einem internen Research‑Note eines führenden Hedgefonds erwähnt, hat sich schnell zu einem Diskussionspunkt in den Handelsräumen der Wall Street entwickelt.

Hintergründe

Die Verschiebung lässt sich primär auf drei Faktoren zurückführen: erstens die regulatorische Klarheit, die seit dem „Stablecoin‑Act“ von Januar 2024 gewährt wurde; zweitens die Liquiditätsprämie, die Stablecoins gegenüber volatilen Assets bieten; und drittens ein erneuter Fokus von Zentralbanken auf digitale Reservewährungen. Abbildung 3 des internen Goldman‑Sachs‑Reports illustriert diesen Trend mittels einer logarithmischen Skalierung der täglichen Handelsvolumina.

Ein leitender Analyst des Financial Stability Board, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Die Marktteilnehmer bewerten Stablecoins künftig nicht mehr als reines Transfermedium, sondern als ertragsfähige Komponenten in Multi‑Asset‑Strategien.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

In New York äußerte ein Senior Portfolio Manager von Morgan Stanley: „Wir haben unsere Risiko‑Modelle angepasst, um Stablecoins als Core‑Holding zu klassifizieren.“ Gleichzeitig meldet die Europäische Zentralbank, vertreten durch einen nicht namentlich genannten Sprecher, dass sie die Entwicklung „zu beobachten, aber nicht aktiv zu fördern“ sei.

Auf der anderen Seite reagierte das chinesische Finanzministerium zurückhaltend: „Stabile digitale Assets müssen mit dem Prinzip der Geldwertstabilität vereinbar sein.“ In Japan hingegen kündigte ein Konsortium führender Kryptobörsen an, ein „Stablecoin‑Liquidity‑Pool“ zu etablieren, um die Marktliquidität weiter zu stärken.

Ausblick

Prognosen von Bloomberg Intelligence deuten darauf hin, dass Stablecoins bis Ende 2025 einen Marktanteil von 45 % im institutionellen Krypto‑Portfolio erreichen könnten, während Bitcoin auf unter 20 % fallen dürfte. Experten warnen jedoch vor einer möglichen Überbewertung: „Sollte die regulatorische Landschaft abrupt strenger werden, könnte ein Gegenwind entstehen, der Bitcoin kurzfristig wieder in den Fokus rücken würde“, so ein anonymer Quant‑Trader.

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