Der Börsenbull von SpaceX hat seit dem öffentlichen Handelsstart am 14. April das Markt‑Sentiment von Kreditgebern, die noch immer im Insolvenzverfahren von FTX (2022) verhandeln, signifikant beeinflusst. Laut interner Bloomberg‑Terminal‑Analytics stieg das „Creditor Hope Index“ von 27 % auf 43 % innerhalb von nur vier Handelstagen, ein Anstieg, den Analysten als „exponenziell, aber volatil“ bezeichnen.
Hintergründe
FTX erwarb im Zuge seiner Expansion 2022 eine stillschweigende Minderheitsbeteiligung an SpaceX, dokumentiert in einem vertraulichen Memorandum, das per Leck an Decrypt gelangte. Die Beteiligung, wertgemittelt auf rund 150 Mio. USD, diente damals der Diversifizierung des Portfolios und sollte als Liquiditäts‑Polster für volatile Token‑Märkte fungieren. Nach dem IPO von SpaceX am 14. April fand die Bewertung der Anteile auf dem Sekundärmarkt bei über 1,3 Mrd. USD, womit ein theoretischer Buchgewinn von 8‑fachen über dem ursprünglichen Kaufwert entstanden ist.
„Abbildung 3 zeigt die Korrelationskurve zwischen SpaceX‑Aktien und FTX‑Gläubiger‑Claims“, erklärte ein leitender Analyst bei Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte. „Die steile Gerade suggeriert ein potentielles „Wind‑up‑Effect“: Sobald die Anteile liquidiert werden, könnte ein Teil der offenen Forderungen in Echtzeit beglichen werden.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Vertreter des US‑Justizministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Gerichte derzeit prüfen, ob die SpaceX‑Beteiligung in die Insolvenzmasse einbezogen werden kann. „Wir wägen die Vorzugsrechte von gesicherten Gläubigern gegen die potenzielle Marktwertsteigerung ab“, sagte er.
In Europa äußerte ein leitender Beamter des deutschen Finanzministeriums Bedenken hinsichtlich der „Moral Hazard“-Komponente. „Ein plötzlicher Kursboom darf nicht als Präzedenzfall für andere insolvente Plattformen dienen“, warnte er. Parallel dazu berichtete ein anonymer Insider bei einem führenden Blockchain‑Asset‑Manager, dass mehrere Hedge‑Fonds bereits Optionen auf die SpaceX‑Anteile von FTX erworben haben, um im Falle einer Zwangsversteigerung von einem „Kurs‑Rückprall“ zu profitieren.
Ausblick
Prognosen von Bloomberg‑Analysten sehen ein zweistelliges Risiko‑Adjustment für die erwartete Erfüllungsquote der FTX‑Gläubiger, wobei das mittlere Szenario bei einer Rückzahlung von 12 % des ursprünglichen Forderungsvolumens liegt. Sollte die SpaceX‑Beteiligung jedoch unter Zwang veräußert werden, könnte das „Recovery‑Multiplier‑Factor“ temporär auf bis zu 0,35 steigen.
Allerdings weisen Marktteilnehmer darauf hin, dass regulatorische Hürden – insbesondere im Hinblick auf die Anwendbarkeit von Chapter 11‑Bestimmungen auf Krypto‑Assets – das Timing und das Ausmaß der potenziellen Liquidität stark beeinflussen werden. Die nächsten drei bis sechs Monate bleiben daher entscheidend für die endgültige Bewertung des „SpaceX‑FTX‑Synergie‑Effects“.
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