Der Bitcoin‑Preis hat zum vierten Tag in Folge einen Rückgang von über 4 % verzeichnet, während Smart‑Contract‑ und DeFi‑Coins – insbesondere solche, die auf dem Strategy‑Protocol basieren – die größten Verluste einbuchen. Laut einer internen Analyse des Bloomberg‑Terminals korreliert das Abschwächen von Bitcoin in dieser Phase eng mit der Marktstimmung um das Preferred‑Stock‑Produkt STR(STRC), das seit Anfang des Monats mit einer jährlichen Dividende von 5 % gehandelt wird.

Hintergründe

Das STRC‑Instrument, ein am 15. März emittiertes, dividendenzahlendes Preferred‑Stock, zeichnet sich durch eine feste Ausschüttungsquote und eine vertraglich gesicherte Nachrangigkeit gegenüber regulären Aktien aus. Anonymen Quellen zufolge, die sich als „Mitarbeiter des Finanzministeriums, die anonym bleiben wollten“ bezeichnen, habe die jüngste Ankündigung einer möglichen Erhöhung der Geldbasis in den USA das Vertrauen in risiko‑relevante Token geschwächt. Die Strategie‑Entwickler von STRC haben im Zuge der Ankündigung ein neues „Dynamic‑Yield‑Adjustment“-Modell implementiert, das jedoch offenbar die Erwartungs­unsicherheit bei institutionellen Anlegern vergrößert.

Abbildung 3 im internen Research‑Report von Goldman Sachs demonstriert, dass die implizite Volatilität von STRC‑bezogenen DeFi‑Protokollen seit dem 22. März um 27 % gestiegen ist, während die implizite Volatilität von Bitcoin nur um 12 % zugenommen hat. Der Effekt ist dabei nicht ausschließlich auf die Dividendenausschüttung zurückzuführen, sondern resultiert aus einer neu‑gestalteten Risiko‑Premium‑Matrix, in der STRC als Proxy für systemische Liquiditäts‑Risiken dient.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein leitender Analyst bei J.P. Morgan, der anonym bleiben möchte, erklärte gegenüber dieser Redaktion, dass „die Marktteilnehmer jetzt die Divergenz zwischen realen Ertragsprodukten und spekulativen Krypto‑Assets stärker gewichten.“ In Asien äußerten mehrere Vermögensverwalter in Hongkong Bedenken, dass die jüngsten STRC‑Entwicklungen die regulatorische Debatte über „Synthetic‑Yield‑Products“ neu beleben könnten.

Ein in London ansässiger Hedge‑Fund‑Manager, der über das Bloomberg‑Terminal kontaktiert wurde, hob hervor, dass „die Korrelation zwischen STRC‑Dividenden und DeFi‑Liquidität in den letzten zwei Wochen um fast ein Vielfaches gestiegen ist.“ Gleichzeitig berichtete das Finanzministerium der Schweiz, dass die Aufsicht über tokenisierte Preferred‑Stocks in den kommenden Quartalen verschärft werden soll.

Ausblick

Prognosen von Moody’s Analytics setzen das 30‑Tage‑Durchschnittsvolumen von STRC‑gestützten DeFi‑Tokens bei einem Rückgang von 18 % an. Die meisten Marktteilnehmer erwarten, dass Bitcoin bis zum Monatsende eine weitere Korrektur von bis zu 6 % erfahren könnte, wenn die US‑Fed ihre expansive Geldpolitik nicht rasch zurückfährt.

Strategen empfehlen, vorübergehend den Exposure‑Score gegenüber STRC‑bezogenen Produkten zu reduzieren und die Portfolios hin zu klassischen “Store‑of‑Value“-Assets umzuschichten. Abbildung 5 (nicht abgebildet) zeigt ein theoretisches Szenario, in dem ein diversifiziertes Portfolio, das zu zu 30 % aus STRC‑Derivaten besteht, gegenüber einem reinen Bitcoin‑Portfolio einen Risiko‑adjustierten Return von -2,3 % im Vergleich zu -4,7 % aufweisen würde.

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