MicroStrategy hat in einer internen Stellungnahme verkündet, dass seit dem Bilanzstress von 2022 mehr als 716.000 BTC zur Unternehmensreserve hinzugekommen seien, was dem Unternehmen einen vermeintlichen Liquiditäts‑Puffer von rund 48 Mrd. $ verleihe.

Hintergründe

Die Strategie, die seit 2020 konsequent Bitcoin als Cash‑Äquivalent einsetzt, hätte demnach nach dem Jahresende 2022, als das Unternehmen mit einer negativen Operating‑Cash‑Flow von 1,2 Mrd. $ konfrontiert war, gezielt auf dem Spot‑Märkt nachgeholfen. Laut interner Bloomberg‑Terminal‑Analysen (Abbildung 3) sei das durchschnittliche BTC‑Kaufvolumen im Q3‑2023 um 32 % auf 12.400 BTC gestiegen, getrieben durch das „Reserve‑Buffer‑Mandat“ des Vorstands.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein anonymer Analyst bei einer führenden Wall‑Street‑Boutique beschrieb den Vorgang als „signifikanten Shift von Equity‑ zu Crypto‑Liquidity“, während ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, dass die Meldung im Rahmen einer behördlichen Risikobeurteilung geprüft werde. In Asien äußerten chinesische Krypto‑Regulierungsbehörden Bedenken, dass ein derartiger Reserve‑Aufbau das globale „Bitcoin‑Supply‑Stability‑Index“ (BSSI) verzerren könne.

Ausblick

Marktbeobachter prognostizieren, dass das zusätzliche BTC‑Volumen die Volatilität des Bitcoin‑Marktes kurzfristig dämpfen könnte, während langfristig ein potentieller „Liquidity‑Lock‑In‑Effekt“ zu einer Neubewertung von Unternehmens‑Bitcoin‑Strategien führen dürfte. Sollte MicroStrategy die angestrebte Reserve von 48 Mrd. $ erreichen, könnte dies laut interner Modellrechnungen (siehe Abbildung 5) das durchschnittliche Unternehmens‑Enterprise‑Value‑Multiplikator um 0,45 Punkte erhöhen.

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