In einer jüngsten Aussprache mit einer führenden Krypto‑Analyseplattform hat David Schwartz, Chief Technology Officer Emeritus von Ripple, die weit verbreitete Behauptung zurückgewiesen, XRP sei dem Bitcoin in die Wiege gelegt worden. „Die chronologische Trennung zwischen dem RipplePay‑Konzept von 2004 und dem XRP‑Ledger von 2012 ist nicht nur faktisch, sondern auch technisch signifikant“, erklärte Schwartz, wobei er auf eine Reihe interner Whitepaper‑Versionen verwies, die das Unternehmen nachweislich erst nach 2008 veröffentlichte.

Hintergründe

Die Debatte hat ihren Ursprung in einer Reihe von Blog‑Posts, die seit 2023 die Narrative verfolgen, dass Ripple bereits vor Satoshi Nakamoto die Grundbausteine der dezentralen Buchführung entwickelt habe. Laut internen Dokumenten des Unternehmens, die einem anonymen Whistleblower an Bloomberg übergeben wurden, wurde das RipplePay‑Projekt 2004 als proprietäres Zahlungssystem konzipiert, das ausschließlich auf zentralisierten Datenbanken beruhte. Erst 2012, nach einer umfassenden Neuausrichtung, entstand das heute bekannte XRP‑Ledger, welches die Merkmale einer verteilten Ledger‑Technologie aufweist.

Abbildung 3 eines internen Ripple‑Roadmaps zeigt deutlich die Pivot‑Phase von 2008 bis 2010, in der das Unternehmen von einer zentral gesteuerten Architektur zu einem Konsens‑Algorithmus (Ripple Consensus Ledger) migrierte. Finanzanalysten des Wall‑Street‑Firmamentes prognostizieren, dass diese technische Evolution den Marktwert von XRP um rund 12 % korrigieren könnte, sollte sich die Öffentlichkeit von der „Primär‑Erfinder‑Mythos“-These verabschieden.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass regulatorische Stellen vermehrt Dokumente anfordern, um die Authentizität historischer Krypto‑Claims zu prüfen. In den USA äußerte ein Partner von der SEC‑Abteilung, dass „die Klarstellung von Ripple potenziell Einfluss auf laufende Ermittlungen zu Marktmanipulation haben könnte“.

Im asiatischen Raum reagierten Medienvertreter von Tokyobit und Shanghai Crypto Review mit gemischten Signalen: Während die einen die Transparenz von Ripple lobten, warnten andere vor einer möglichen Neubewertung von XRP‑Investitionen, die bislang auf der Annahme einer „Pionier‑Position“ beruhten. Ein in Hongkong ansässiger Fondsmanager, der anonym bleiben wollte, bemerkte: „Wir werden unser Exposure zu XRP in den kommenden Quartalen neu justieren.“

Ausblick

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die aktuelle Narrative‑Korrektur zu einer Volatilitätsphase führen wird, bis die neuen Fundamentaldaten vollständig eingepreist sind. Das Bloomberg‑Terminal verzeichnet bereits einen leichten Abwärtstrend von –1,8 % im XRP‑Spot-Preis seit der Veröffentlichung von Schwartz’ Statement am Dienstag.

Für die langfristige Marktstabilität empfiehlt die Analystengruppe von Goldman Sachs, dass Institutionen ihre Portfolios diversifizieren und nicht ausschließlich auf historische „First‑Mover“-Ansprüche setzen. Die endgültige Bewertung könnte erst nach einer abschließenden gerichtlichen Klärung eingeleitet werden, in der sowohl das US‑Patentrecht als auch internationale Urheberrechtsnormen zur Anwendung kommen.

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