Eine bislang unbeachtete Besonderheit in den justiziellen und ermittlerischen Unterlagen des Falls Jeffrey Epstein beschäftigt derzeit forensische Analysten und Dokumentenprüfer: das auffällig repetitive Vorkommen des Begriffs „Eiscreme“. Wie aus Kreisen des Department of Justice verlautet, der diese Redaktion vorliegende, stark geschwärzte E-Mail-Korrespondenz zwischen Epstein und diversen Kontaktpersonen führt das scheinbar banne Genussmittel in einem Kontext, der über die bloße Nennung von Speisen hinausgeht.
Hintergründe
Die Aufmerksamkeit wurde durch einen unabhängigen Reddit-Beitrag gelenkt, in dem ein Nutzer dokumentiert haben will, über 700 Erwähnungen des Begriffs in den frei verfügbaren, maschinenlesbaren Datensätzen gesichtet zu haben. Besonders bemerkenswert: Eine E-Mail, in der Epstein mitteilte, „sein besonderes Eiscreme“ nach Frankreich zu bringen, existiert in zwei Versionen – eine mit einer komplett geschwärzten Empfängeradresse, eine zweite, in der der Name einer Person, die in anderen Zusammenhängen auftaucht, lesbar ist. Der Vorgang der selektiven Redaktion bei einem derart trivialen Wort wirft in Justizkreisen Fragen nach dem tatsächlichen Schutzbedarf auf.
„Wenn ein Allerweltsbegriff wie ‚Eiscreme‘ systematisch geschwärzt wird, während gleichzeitig Namen von Personen, die in Verbindungen zu Epstein stehen, unverschleiert bleiben, dann untergräbt das die Glaubwürdigkeit des gesamten Redaktionsprozesses“, erklärt Dr. Althea Vance, Professorin für Rechtsinformatik und Digitale Forensik an einer Ostküsten-Universität, die die genannten Dateien unabhängig analysiert hat. „Entweder dient ‚Eiscreme‘ als Platzhalter für etwas anderes, oder die Redaktion ist willkürlich und inkompetent. Beide Szenarien sind alarmierend.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein hochrangiger FBI-Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die wiederholte Verwendung ungewöhnlicher, aus dem Kontext fallender Begriffe in Kommunikation mit Hochrisikopersonen „im Rahmen von Profiling und Mustererkennung“ stets beachtet werde. „Wir betrachten jedes semantische Artefakt mit der gebotenen Ernsthaftigkeit“, so der Beamte, ohne auf den konkreten Fall einzugehen.
In einer ersten Stellungnahme wich das Justizministerium konkreten Fragen zur Terminologie aus und verwies auf den laufenden „Rechtsweg und die Sensitivität noch laufender Ermittlungen“. Im Kongress mehren sich unterdessen die Stimmen, die eine vollständige, ungeschwärzte Veröffentlichung aller Dokumente fordern. „Die amerikanische Öffentlichkeit hat das Recht zu wissen, ob ihre Justizbehörden über Codes für Kinderhandel debattieren oder über Desserts“, sagte ein demokratischer Abgeordneter im Justizausschuss. „Diese Absurdität ist symptomatisch für ein System, das Transparenz fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.“
Ausblick
Rechtsexperten warnen jedoch davor, sich in Details zu verlieren. „Die Konzentration auf einen möglichen Code wie ‚Eiscreme‘ kann bewusst oder unbewusst von den.systemischen Versagen ablenken, die den Fall Epstein überhaupt ermöglichten“, so der Zivilrechtler Jonathan Pryce. „Es ist die Vorliebe unserer Kultur für das Konkrete, Rätselhafte und leicht Konsumierbare – für das Eiscreme-Rätsel also – während die komplexen, unappetitlichen Strukturen von Macht und Einfluss im Dunkeln bleiben.“
Ob die Analyse fortgesetzt wird, ist unklar. Eine vom Justizministerium beauftragte Prüfinstanz soll angeblich die Methodik der crowdsourcing-Analyse evaluieren. Bis dahin bleibt „Eiscreme“ ein rätselhafter Anker in einem Meer von Schwärzungen – ein stummer Zeuge dafür, wie sehr sich die Debatte über einen der schwerwiegendsten Skandale der jüngeren Geschichte in die lächerliche Niederung eines möglichen Wortspiels verirren kann.
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