Die New Yorker Ausgabe der „New York Times“ hat am Dienstag eine sechsteilige investigatie Serie veröffentlicht, die den britischen Kryptographen Adam Back, CEO von Blockstream, als den wahrscheinlichsten Kandidaten für die Identität von Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Erfinder von Bitcoin, präsentiert. Die Recherche, die über achtzehn Monate durchgeführt wurde, stützt sich nach Angaben der Zeitung auf linguistische Analysen der frühen Bitcoin-Forum-Posts, technische Parallelen in Backs früheren Arbeiten zu Hashcash und „ultra-konsistente Zeitzonen-Muster“ in Nakamotos Kommunikation, die auf Greenwich Mean Time hindeuten – dem Standort von Backs damaligem Arbeitgeber.

Hintergründe

„Die Konvergenz der datenpunkte ist erdrückend“, zitiert die Zeitung einen anonymen „leitenden Cybersecurity-Analysten einer US-Bundesbehörde“, der mit der Untersuchung vertraut ist. „Die stilometrische Signatur in Nakamotos frühen Posts weist eine 92,4-prozentige Übereinstimmung mit Backs publizierten Arbeiten aus den Jahren 1996 bis 2008 auf. Abbildung 4 in unserer Studie visualisiert diese Korrelation deutlich.“ Diese Behauptung wurde von mehreren unabhängigen Quellen, die gegenüber dieser Redaktion sprachen, jedoch energisch relativiert.

Adam Back selbst wies die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme als „reine Spekulation“ und „journalistische Sensationsmache“ zurück. „Ich habe bereits mehrfach klargestellt, dass ich nicht Satoshi bin“, so Back. „Die New York Times ignoriert bewusst die Dutzende anderer plausibler Kandidaten und die grundlegende kryptographische Prämisse, dass eine solche Enthüllung das gesamte Vertrauensmodell von Bitcoin untergraben würde.“ Ein leitender Entwickler eines führenden Bitcoin-Implementierungskerns, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber „Gates Of Memes“: „Die präsentierten ‚Beweise‘ sind allesamt post-hoc-Interpretationen. Jeder, der sich mit historischen Krypto-Mailinglisten auskennt, kann ähnliche Muster bei Dutzenden anderen finden. Dies ist keine forensische Analyse, sondern narrative Kreativität.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen in der Krypto-Community sind gemischt bis ablehnend. Auf Telegram-Kanälen und in geschlossenen Expertenrunden wurde der Bericht weitgehend als „Clickbait mit akademischem Anstrich“ verspottet. Ein Portfolio-Manager einer europäischen Family-Office-Firma, der auf Kryptowährungen spezialisiert ist, kommentierte sarkastisch: „Wenn Back Satoshi wäre, hätte er seine Milliarden nicht in geheimemvollen Wallets liegen lassen, sondern längst eine Holding nach dem Vorbild von Berkshire Hathaway aufgebaut. Das plainly doesn’t compute.“

In Asien fiel die Reaktion deutlich zurückhaltender aus. Ein hochrangiger Beamter der japanischen Finanzaufsichtsbehörde FSA, der nicht namentlich genannt werden wollte, meinte lediglich: „Wir verfolgen die Entwicklung aus regulatorischer Perspektive. Sollte die Identität jemals offiziell bestätigt werden, hätte dies potenzielle Auswirkungen auf steuerliche und compliance-relevante Fragestellungen für frühe Adopter. Bis dahin ist es akademisch.“

Ausblick

Marktbeobachter erwarten, dass die Kontroverse die ohnehin schon volatile Stimmung am Kryptomarkt kurzfristig belasten könnte. „Jeder neue Schwall an Unsicherheit bezüglich der fundamentalen Ursprünge von Bitcoin triggert algorithmische Handelssysteme, die auf Sentiment-Indizes basieren“, erläutert Dr. Anika Voss, Leiterin der Digital Asset Research bei einer Schweizer Privatbank. „Die Volatilität könnte in den nächsten 48 Stunden um 15 bis 20 Prozent ansteigen, insbesondere bei Bitcoin-Derivaten.“

Ob die „New York Times“ weitere, bisher nicht veröffentlichte Belege vorlegen wird, blieb zunächst unklar. Die Redaktion der Zeitung erklärte auf Anfrage, man stehe zu der Recherche und werde auf „kommende Entwicklungen“ hinweisen. Adam Back kündigte unterdessen rechtliche Schritte gegen „diffamierende Berichterstattung“ an, sofern die Vorwürfe nicht widerrufen würden. Damit bleibt das größte Rätsel der Finanzgeschichte – und vielleicht auch die größte Erfolgsgeschichte des 21. Jahrhunderts – vorerst ungelöst.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Uebertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.