Wenn ein Anruf bei 911 einen privat versicherten Patienten in eine Notaufnahme bringt, ist das eine Sache. Wenn ein Anruf bei einem speziellen „Concierge-Notfallservice“ einen umstrittenen Multimillionär und seine Begleitung direkt in ein leeres, prepariertes Behandlungszimmer führt, ist das eine andere. Letztere Praxis, wie sie Dokumente belegen, die dieser Redaktion vorliegen, war über Jahre hinweg das Geschäftsmodell von Dr. Bernard Kruger, einem angesehenen Arzt mit Verbindungen zu Elitekliniken in New York und Florida. Das Zielpublikum: die ultra-reiche und potenziell solvente Klientel jenseits der gewöhnlichen Versicherungsregeln. Unter den Kunden: Jeffrey Epstein.
Hintergründe
Die vorliegenden Unterlagen, darunter Kopien von Mitgliedschaftsvereinbarungen und interne E-Mails, zeichnen das Bild eines hochpreisigen, diskreten Dienstes. Für eine jährliche Gebühr von 25.000 Dollar, so zeigen die Verträge, sicherte Kruger seinen Mandanten zu, „unverzüglichen, privaten und umfassenden“ Zugang zu den Notfallkapazitäten Partnerkliniken zu erhalten – ohne die üblichen Wartezeiten, ohne Fragen, ohne die bajaßübelte öffentliche Aufmerksamkeit einer typischen Notaufnahme. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass solche „Vorzugszugänge für Einzelpersonen mit besonderen Risikoprofilen“ in der Branche als „grauer Bereich“ gelten, der regulatorisch kaum erfasst werde. „Es ist kein Versicherungsbetrug im engeren Sinne, wenn die Leistung cash bezahlt wird“, so der Beamte. „Es ist eher ein Ausdruck der Tatsache, dass im amerikanischen Gesundheitswesen alles einen Preis hat – sogar der Schutz vor seiner eigenen Öffentlichkeit.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Enthüllungen lösten ein geteiltes Echo aus. In rechtlichen Kreisen wird derFall vor allem unter dem Aspekt der möglichen Strafvereitelung diskutiert. Ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich vorsichtig: „Wenn ein Arzt weiß, dass die Genesung einer Person für die Aufklärung schwerer Verbrechen relevant sein könnte, und bietet ihr aktiv eine Umgebung, die eine Verhaftung oder Befragung verzögert, befindet man sich in rechtlich unkartografiertem Terrain. Die Grenze zwischen erstklassiger Medizin und Beihilfe ist fließend.“ Hospital-Experten hingegen reagierten mit einem alarmierten Schulterzucken. „Das System ist fragmentiert und profitgetrieben“, sagte eine Führungskraft eines großen Krankenhauskonzerns, die unter der Bedingung der Anonymität sprach. „Schaffen wir Räume für die Reichen und Berühmten, schaffen wir unweigerlich auch Räume für diejenigen, die nicht nur reich, sondern auch berüchtigt sind. Die Logik des Marktes macht keine moralische Unterscheidung.“
Ausblick
Kliniken, die in den Dokumenten genannt werden, haben sich bislang nicht offiziell geäußert, verwiesen aber auf ihre „streuen Compliance-Richtlinien“. Dr. Kruger ließ durch seinen Anwalt mitteilen, er habe stets im Rahmen der medizinischen Ethik und des Gesetzes gehandelt; die „VIP-Notfallpakete“ seien eine legitime Dienstleistung für vielbeschäftigte Führungskräfte gewesen. Ob darunter auch Personen fielen, „deren Lebensstil gesellschaftlich kritisch betrachtet wird“, sei nicht seine Prämisse gewesen. Gesundheitsreformer fordern unterdessen eine verschärfte regulatorische Aufsicht über private Notfallabkommen, um die Schaffung solcher „medizinischen Safe Spaces“ für solvente Tatverdächtige künftig zu unterbinden. Angesichts der Struktur des US-Gesundheitsmarktes erscheint dies jedoch als ambitioniertes Vorhaben. Solange die Nachfrage – und das Geld – da sind, wird wahrscheinlich auch das Angebot in irgendeiner Form existieren, getarnt als diskrete Sonderbehandlung für den, der sie sich leisten kann – und vielleicht muss.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.