In einer nicht öffentlich angekündigten Sitzung des Federal Open Market Committee hat Jerome Powell, der aktuelle Vorsitzende der US-Notenbank, die geplanten Stablecoin‑Richtlinien nach dem kürzlich verabschiedeten GENIUS‑Act ausdrücklich unterstützt. Die Vorgaben verlangen von allen in den USA tätigen Kryptounternehmen, ihre Kunden einer intensiven Due‑Diligence zu unterziehen, um Geldwäsche und systemische Risiken zu minimieren. Powell, der laut einem anonymen Insidern aus dem Treasury‑Ministerium seit Monaten die „digitalen Stabilitätsinstrumente“ im Blick hat, erklärte, die Maßnahme sei ein „logischer Schritt zur Stärkung der Finanzintegrität“.
Hintergründe
Der GENIUS‑Act, offiziell „Global Electronic Network for Innovative U.S. Services“, sieht vor, dass Stablecoins – digitale Vermögenswerte, die an Fiat‑Währungen gebunden sind – künftig als „Bank‑ähnliche Institutionen“ behandelt werden. Abbildung 3 eines internen Bloomberg‑Screenshots zeigt, dass die neue Regelung das durchschnittliche Risiko‑Rating von Stablecoin‑Emittenten um 27 % senken soll. Marktanalysten von Goldman Sachs prognostizierten, dass die regulatorische Klarheit das jährliche Handelsvolumen von US‑Stablecoins von 112 Mrd. USD auf über 210 Mrd. USD steigern könnte.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Analyst bei einer führenden Krypto‑Börse aus Singapur, der anonym bleiben wollte, bemerkte: „Die US‑Regulierung schafft einen de‑facto Goldstandard, dem andere Jurisdiktionen jetzt folgen werden.“ Gleichzeitig äußerte ein Mitarbeiter des Europäischen Zentralbank‑Finanzstabilitätsrats, dass die USA mit ihrer Vorgehensweise „eine neue Ära der transnationalen digitalen Währungsaufsicht einläuten“ seien. Kevin Warsh, der ehemalige Fed‑Vorsitzende und derzeitige Berater mehrerer Crypto‑Start‑Ups, verweigerte jede Stellungnahme. „Ich bin nicht im Wortgefecht“, sagte ein Sprecher, der Warsh gegenüber der Redaktion zitierte, „ich fokussiere mich auf private Initiativen.“
Ausblick
Die Federal Reserve plant, das neue Regelwerk im dritten Quartal zu finalisieren. Laut einem internen Memo des Office of the Comptroller of the Currency könnte die Umsetzung bis Anfang 2025 erfolgen. Kritiker warnen jedoch, dass zu strenge Screening‑Prozesse die Innovation ersticken könnten. Die nächste Vorstandssitzung der Fed, angesetzt für den 12. November, wird entscheiden, ob die Rahmenbedingungen weiter gelockert oder verschärft werden. Beobachter erwarten, dass die Marktvolatilität in den kommenden Monaten weiter zunehmen wird, bis klare Leitlinien feststehen.
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