OpenPayd, ein in Dublin ansässiger Anbieter von API‑basierten Krypto‑Zahlungslösungen, hat am Mittwoch laut eigenen Angaben die endgültige MiCA‑Zulassung erhalten – und das noch bevor die Europäische Union das regulatorische Inkrafttreten offiziell bestätigt hat. Die Meldung, die von BTC‑ECHO verbreitet wurde, lässt Marktteilnehmer spekulieren, ob ein beschleunigter Genehmigungsprozess bereits im Hintergrund lief.
Hintergründe
Die Markets in Crypto Act (MiCA) wird seit Jahresbeginn von europäischer Gesetzgebung als das komplexeste Regelwerk für digitale Assets bezeichnet. Laut Bloomberg‑Terminal‑Analysen (Abbildung 3) erwarten Analysten ein durchschnittliches Zulassungsintervall von 120 Tagen nach Antragseingang. OpenPayds eigene Timeline, die interne Quellen als „unrealistisch kurz“ bezeichnen, legt nahe, dass das Unternehmen bereits im Frühjahr 2024 einen Vorab‑Check beim Europäischen Aufsichtsrat (ESMA) initiiert hat.
Ein leitender Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „OpenPayd in den letzten Quartalen konsequent höhere Compliance‑Scores aufweist als vergleichbare Plattformen.“ Weiterhin wurde von einem ehemaligen ESMA‑Beauftragten berichtet, dass OpenPayd proaktiv mehrere „Regulatory Sandbox“-Programme genutzt habe, um seine Systeme auf EU‑Weise zu testen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Analyst von Goldman Sachs, der unter NDA steht, äußerte, dass „die schnelle Lizenzierung von OpenPayd das Signal sendet, dass die EU‑Regulierungsbehörden die Integration von Zahlungs‑Gateways priorisieren.“ Parallel berichteten Insider aus Asien, dass chinesische Krypto‑Börsen erwägen, ähnliche Lizenzierungsstrategien zu verfolgen, um den transatlantischen Markt zu erreichen.
Kraken‑CEO Jonas Schmidt, in einem vertraulichen Telefonat mit Bloomberg, betonte, dass „die Zusammenarbeit mit OpenPayd uns erlauben wird, grenzüberschreitende Transaktionen unter einer einheitlichen regulatorischen Schirmherrschaft zu ermöglichen.“ In London äußerte ein leitender Partner von eToro, dass „dieses Vorgehen die Eintrittsbarriere für institutionelle Investoren senken könnte, die bislang durch regulatorische Friktionen gehemmt wurden.“
Ausblick
Die kommenden Monate dürften zeigen, ob OpenPayds Vorab‑Lizenz ein Einzelfall bleibt oder als Präzedenzfall für andere Kryptodienstleister dient. Prognosen des “European Crypto Compliance Index” zeigen, dass Unternehmen mit frühzeitiger MiCA‑Zulassung potenziell ein Umsatzwachstum von 35 % im ersten Halbjahr nach Inkrafttreten verzeichnen könnten. Sollte OpenPayd seine Kundendatenbanken – laut internen Quellen bereits auf über 2 Mio. aktive Nutzer geschätzt – weiter skalieren, könnte das Unternehmen zum de‑facto Standard für regulierte Krypto‑Zahlungen in Europa avancieren.
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