Eine im Jahr 2023 unter Verschluss genommene Akte des Justizministeriums enthält Hinweise, die den jüngsten öffentlichen Dementis des FBI und des Finanzministeriums zu einem möglichen Netzwerk Jeffrey Epsteins widersprechen. Die vorliegenden Unterlagen, deren Existenz ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte, beziehen sich auf eine Frau, die in den späten 1990er Jahren in Epsteins Beschäftigung stand und später in beruflichem Kontext mit dem Medienmagnaten Mortimer Zuckerman in Erscheinung trat. Zuckerman, Gründer des Boston Globe und Mitinhaber der New York Daily News, war bis zu seinem Tod 2021 eine der einflussreichsten Medienpersönlichkeiten der USA.

Hintergründe

Die Dokumente, bestehend aus Reiseabrechnungen, persönlichen Notizen und fragmentierten Kommunikationsprotokollen, zeigen eine mehrfache räumliche und terminliche Überschneidung zwischen der genannten Person, Epstein und Zuckerman in den Jahren 1999 bis 2001. Eine handschriftliche Notiz in einer Akte des damaligen Bundesstaatsanwalts für Südflorida, die mit „Verwaltung/Personal“ überschrieben ist, listet die fragliche Person unter einer Rubrik „Sonderzuweisungen“ auf, gefolgt von einem Initial „M.Z.“. Ein separater, stark redigierter interner Vermerk des US-Marshals Service aus dem Jahr 2002 erwähnt „Sicherheitsüberprüfungen für Besuche“ in einer Immobilie, die sowohl Epstein als auch Zuckerman in New York nutzten.

„Die Richtlinien für solche Zuordnungen waren äußerst streng und jede Abweichung hätte eine sofortige Meldung ausgelöst“, erklärte ein pensionierter Beamter der US-Marshals, der mit den damaligen Verfahren vertraut ist, in einem Telefonat. „Wenn diese Notizen authentisch sind, stellen sie eine flagrante und systematische Umgehung der eigenen Protokolle dar – eine Anomalie, die damals intern hätte eskalieren müssen.“

Diese Enthüllungen stehen in scharfem Kontrast zu der im Januar vor dem Senatsausschuss gegebenen Aussage von FBI-Direktor a.D. Kash Patel, der auf Nachfrage von Senator John Kennedy erklärte: „Es gibt keine glaubwürdigen Informationen – keine. Wenn es sie gäbe, würde ich den Fall gestern anklagen, dass er [Epstein] an andere Personen Menschenhandel betrieb.“ Die Aussage bezog sich auf unabhängig davon geprüfte Vorwürfe bezüglich Epsteins Netzwerk.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Das FBI lehnte eine Stellungnahme zu den spezifischen Dokumenten mit dem Hinweis auf die laufenden, fragwürdigen Revisionen historischer Akten ab. Eine Sprecherin des Justizministeriums erklärte lediglich: „Wir nehmen alle Hinweise auf mögliche Fehler in früheren Verfahren ernst und werden sie im Rahmen unserer Ressourcen prüfen.“

Der Nachruf auf Mortimer Zuckerman in der New York Times aus dem Jahr 2021 erwähnte seine Bekanntschaft mit Epstein in einem Satz, charakterisierte sie aber als oberflächlich und „geschäftlich“. Der hier vorliegende Dokumentensatz legt eine tiefere persönliche und möglicherweise verwaltungstechnische Verflechtung nahe.

Ein anonymer Mitarbeiter eines Archivs im Bundesstaat Florida, der mit der Digitalisierung alter Bundesakten betraut ist, sagte gegenüber dieser Redaktion: „Wir sehen immer wieder Lücken und ungewöhnliche Handoffs in Personalakten aus dieser Ära. Es herrscht eine Kultur des Wegschließens und Vergessens, die fatale Folgen haben kann. Die eigentliche Frage ist, ob diese Lücken Zufall oder System waren.“

Ausblick

Die Familie Zuckermans reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Ein Sprecher des Nachlasses verwies auf frühere öffentliche Kommentare des Verstorbenen, in denen dieser jede enge Verbindung zu Epstein dementiert hatte. Die Identität der zentralen Person in den Dokumenten ist geschützt; ihre aktuellen Aufenthaltsorte sind unbekannt.

Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses, der bereits die Handhabung des Epstein-Falls durch das FBI und das DOJ untersucht, hat diese Redaktion um eine Kopie der vorgelegten Unterlagen gebeten. In einem Brief des Ausschussvorsitzenden, der dieser Redaktion vorliegt, wird von „beunruhigenden Inkonsistenzen“ gesprochen, die „ein grundlegendes Versagen der Dokumentation und möglicherweise der Aufsicht in den späten 1990er Jahren nahelegen“. Ob diese neuen Hinweise zu einer förmlichen Überprüfung führen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Das von Patel beschworene Vakuum an „glaubwürdigen Informationen“ scheint in den Archiven selbst eine Spur zu hinterlassen.

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