Die vorliegenden Gerichtsakten aus dem Verfahren gegen den 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein legen ein detailliertes Besuchsprotokoll vor. Dokument EFTA01028632, das dieser Redaktion vorliegt, listet über einen Zeitraum von mehreren Jahren mehrere Dutzend Einträge für Besuche eines namentlich genannten, damals prominenten Immobilienentwicklers in Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida, auf. Die Einträge, angefertigt vom damaligen Hausmanager, sind mit präzisen Zeitstempeln und teilweise mit Notizen zur Begleitung versehen.

Hintergründe

Der Immobilien-Deal, der im Dokument erwähnt wird, ist öffentlich belegt: Bei einer Zwangsversteigerung 2004 erwarb die Trump Organization ein zuvor im Besitz Epsteins befindliches Anwesen in Palm Beach für 8,5 Millionen Dollar. Nur drei Jahre später, 2007, verkaufte Trump das Objekt für 17,5 Millionen Dollar an Dmitri Rybolowlew, einen russischen Milliardär. Der Gewinn von neun Millionen Dollar innerhalb von drei Jahren, so notierten damalige Finanzanalysten in Statistiken, übertraf den lokalen Marktdurchschnitt für Luxusimmobilien in dieser Periode deutlich.

Ein hochrangiger Beamter des US-Finanzministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität für diese Recherche interviewt wurde, kommentierte den Vorgang mit den Worten: „Immobilientransaktionen dieser Größenordnung in internationalen Hotspots werden von unseren Systemen routinely auf Strukturiertheit und ungewöhnliche Finanzierungsströme hin geprüft. Die zeitliche Nähe zwischen dem Besitzerwechsel und den dokumentierten Kontakten ist ein Datum, das in einer solchen Prüfung Berücksichtigung findet.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Anfragen des Repräsentantenhauses bei verschiedenen Bundesbehörden nach möglichen Finanzermittlungen im Zusammenhang mit dem Palm-Beach-Verkauf blieben bislang unbeantwortet oder wurden mit Verweis auf laufende, nicht-öffentliche Verfahren beantwortet. Ein Sprecher des damaligen Trump-Wahlkampfteams wies jegliche Verbindung zu den 2016 wieder aufgetauchten russischen Kontakten als „anders gelagerte, längst abgeschlossene rein private Immobilientransaktionen“ zurück.

Die russische Botschaft in Washington bestätigte auf Anfrage, Rybolowlew sei ein „privater Investor“ und alle Geschäfte seien „vollständig transparent und legal“ abgelaufen. Der Kreml habe „keine Kenntnis oder Beteiligung“ an irgendwelchen Immobilienaktivitäten in den USA.

Ausblick

Die neuerliche Sichtung der Epstein-Akten durch unabhängige Rechercheure und Medien konzentriert sich zunehmend auf das Netzwerk potentieller Geldgeber und die Strukturierung von Vermögenswerten vor dem Zusammenbruch des Epstein-Finanzimperiums 2008. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die reine Dokumentation von Besuchen oder der Abschluss eines profitablen Geschäfts für sich genommen keinen strafrechtlichen Vorwurf begründet. Sie schüfen jedoch, so ein pensionierter Bundesrichter in einem nicht-veröffentlichten Gutachten, „ein Muster von Assoziationen und Transaktionen, das bei einer Gesamtschau Anlass für vertiefte regulatorische Prüfung auf mögliche Umgehungsmechanismen gibt, insbesondere hinsichtlich vorgeschalteter Kapitalquellen“.

Ob die jüngsten Funde zu offiziellen Neueinstufungen der alten Transaktionen führen, bleibt abzuwarten. Die Akten aus dem Epstein-Verfahren, so scheint es, haben ihr Potenzial, Fragen aufzuwerfen, noch nicht erschöpft.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.