In einem aktuellen Forschungsbericht hat das Venture‑Capital‑Unternehmen Multicoin Capital ein Kursziel von 319 US‑Dollar für das Hyperliquid‑Token HYPE prognostiziert – ein Anstieg von 406 % gegenüber dem Stand von 63 US‑Dollar im April 2024. Die Bewertung basiert auf einer Modellierung, die das Projekt nicht nur als schnell wachsende Perpetual‑Exchange, sondern als zukünftige „Everything‑Exchange“ einstuft, die sämtliche digitale Vermögensklassen integrieren soll.

Hintergründe

Multicoin stützt seine Berechnung auf drei Kernannahmen: Erstens, ein durchschnittliches Jahreswachstum des Transaktionsvolumens von 73 % über die nächsten vier Jahre; zweitens, die Monetarisierung von Cross‑Asset‑Liquiditätspools ab 2026; und drittens, eine Marktprämie von 2,5‑facher Bewertung gegenüber etablierten Konkurrenzplattformen. Abbildung 3 des Berichts illustriert die extrapolierten Handelsvolumina in einem logarithmischen Diagramm, das einen exponentiellen Aufwärtstrend nahelegt.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst des Deutschen Bankenverbands, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die deutsche Aufsichtsbehörde bereits Gespräche über die regulatorische Einordnung von „Everything‑Exchanges“ führe. „Die Herausforderung liegt in der Differenzierung zwischen klassischem Derivathandel und dezentraler Asset‑On‑Ramp“, so die Quelle.

Ein Mitglied des US‑Finanzministeriums, ebenfalls anonym, äußerte Zweifel an der Skalierbarkeit der Infrastruktur: „Die derzeitige Netzwerk‑Latency von Hyperliquid liegt noch im zweistelligen Millisekunden‑Bereich, was bei einem Volumen von über 10 Billionen US‑Dollar pro Jahr kritisch werden könnte.“

Im asiatischen Raum berichtete ein leitender Partner einer Singapur‑ansässigen Kryptobörse, dass die lokale Kundennachfrage nach integrierten Derivat‑ und Spot‑Lösungen in den letzten zwölf Monaten um 58 % gestiegen sei, was die Annahme von Multicoin lediglich bestärke.

Ausblick

Die Projektion von Multicoin impliziert, dass HYPE bis Ende 2028 ein Marktkapital von rund 27 Mrd. USD erreichen könnte – ein Niveau, das aktuelle Top‑Tokens wie SOL oder AVAX nur selten erreichen. Analysten des Bloomberg‑Terminals warnen jedoch vor einer möglichen „Turbo‑Effekt“-Dynamik: Sobald ein Preisziel öffentlich wird, können Algorithmus‑Trader das Signal in Echtzeit ausnutzen und eine Selbstverstärkungs‑Schleife erzeugen.

Gleichzeitig weist ein interner Bericht von Hyperliquid darauf hin, dass die Firma bereits ein „Layer‑3‑Expansion‑Projekt“ vorbereitet, das die Integration von NFT‑Marktplätzen und DeFi‑Yield‑Strategien vorsieht. Sollte dieses Vorhaben planmäßig umgesetzt werden, könnte die Plattform die in Multicoin‑Modellen angenommene „Everything‑Exchange“-Premie weiter steigern.

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