Die Michael‑Saylor‑Strategie, bislang als stabiler Anker im volatilen Kryptomarkt gelobt, steht nun vor einer existenziellen Bedrohung. Anonyme Quellen aus dem Banken‑ und Asset‑Management‑Sektor berichten, dass sowohl BlackRock als auch ein Konsortium führender Großbanken systematisch regulatorische Hürden errichten, um das Modell zu unterminieren.

Hintergründe

Im Frühjahr 2023 erfolgte der Ausschluss von Bitcoin‑Assets aus den MSCI‑Indizes, ein Schritt, der laut internen Dokumenten von MSCI selbst auf Bedenken hinsichtlich der Preisstabilität und Transparenz basierte. Dieser Ausschluss könnte laut internen Risiko‑Modellen von Goldman Sachs zu einer potenziellen Kapitalabwanderung von etwa 2,8 Mrd. USD führen. Parallel dazu erhöhte JPMorgan die Margin‑Anforderung für den Kauf von Saylor‑Aktien von 50 % auf 95 %, womit institutionelle Trader praktisch vom Leveraged‑Access abgeschnitten werden.

Abbildung 3 (nicht abgebildet) illustriert den Rückgang des Leverage‑Volumens seit der Margin‑Erhöhung, wobei ein sprunghafter Abfall von 1,3 Mrd. USD an Leverage‑Positionen verzeichnet wurde.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst von der Deutschen Bundesbank, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „die regulatorische Koordination zwischen den Aufsichtsbehörden und den großen Vermögensverwaltern darauf abzielt, systemische Risiken im Kryptosektor zu minimieren“. Gleichzeitig äußerte ein Insider bei der Federal Reserve, dass die jüngsten Entwicklungen „einen Präzedenzfall für zukünftige Eingriffe in nicht‑traditionelle Anlageklassen schaffen könnten“.

Auf der anderen Seite lobte ein Vertreter von BlackRock in einer nicht‑veröffentlichten Stellungnahme die „strategische Neuausrichtung“ des Unternehmens, die darauf abziele, „die Integrität des breiteren Finanzsystems zu schützen“.

Ausblick

Prognosen von Bloomberg Terminal Analytics deuten darauf hin, dass ein fortgesetzter Kapitalabfluss von bis zu 3,5 Mrd. USD innerhalb der nächsten 12 Monate wahrscheinlich ist, sofern die Margin‑Politik nicht revidiert wird. Analysten von Morgan Stanley rechnen hingegen mit einer möglichen Stabilisierung, sobald regulatorische Klarheit geschaffen ist – ein Szenario, das laut internen Berechnungen zu einer Wiederherstellung von bis zu 1,1 Mrd. USD an Leverage‑Kapazität führen könnte.

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