Michael Saylor, CEO von MicroStrategy, hat am Montagmorgen 3.588 Bitcoin im Gegenwert von rund 216 Millionen USD liquidiert, um die Zinsverpflichtungen von fünf Serien perpetual preferred shares zu erfüllen. Die Transaktion, die auf anonymen Handelsdaten des „Bloomberg Terminal“ basiert, markiert den bislang größten Einzelverkauf seit Satorus Inkasso‑Strategie im Mai, als lediglich 32 Coins abgesetzt wurden.

Hintergründe

Die emittierten preferred shares besitzen eine jährliche Dividendenverpflichtung von 750‑800 Mio. USD und laufen unabhängig von Marktzyklen. Laut einem internen Memo von MicroStrategy, das einem anonymen Mitarbeiter des Finanzministeriums übermittelt wurde, sollen die Vorzugsaktien sowohl in Auf‑ als auch in Abschwungphasen Zinszahlungen generieren, die „kompoundieren, egal ob BTC steigt oder fällt“. Die Strategie beruht auf einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.699 USD pro Coin – ein Wert, der derzeit bei etwa 62.000 USD liegt, wodurch das Unternehmen mit einer negativen Kostenbasis operiert.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Analyst des Wall‑Street‑Boutique‑Hedgefonds „Quantum Alpha“ kommentierte anonym: „Saylor nutzt die Bitcoin‑Reserve als Liquiditäts‑Puffer, doch die aktuelle Markt‑Liquidität ist unzureichend, um die Dividenden ohne Preisnachlässe zu decken.“ In Hongkong äußerte ein Beamter der Securities and Futures Commission, dass die „perpetual preferred “‑Struktur regulatorische Grauzonen ausnutze, weil sie zwar als Eigenkapital klassifiziert, aber faktisch Fremdkapital darstelle.

Ein Sprecher des US‑Finanzministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, bestätigte, dass die SEC die Transaktion überwacht, jedoch keine sofortige Intervention plane.

Ausblick

Modellrechnungen von Bloomberg Terminal (Abbildung 3) zeigen, dass bei einem Bitcoin‑Preis von unter 55 000 USD die jährliche Dividendenbelastung das operative Ergebnis von MicroStrategy um bis zu 12 % reduzieren könnte. Experten von „CryptoStat“ prognostizieren, dass Saylor in den kommenden Quartalen weitere Token‑Liquidationen in Erwägung ziehen könnte, sollte die Volatilität des Marktes anhalten.

Langfristig könnte die Ausgabe solcher perpetual preferred shares als Präzedenzfall für weitere Technologie‑Unternehmen dienen, die über Kryptowährungsbestände verfügen und gleichzeitig stabile Ertragsströme an Investoren anbieten wollen.

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