Michael Saylor, langjähriger Verfechter digitaler Reservewerte, hat in einem Reddit‑Thread erklärt, dass das einstige „Vier‑Jahres‑Halving‑Modell“ von Bitcoin an Prognosekraft verliert. Der Milliardär führt die Entwicklung auf die zunehmende Verflechtung des Krypto‑Assets mit globalen Finanzinstitutionen zurück.
Hintergründe
Seit dem ersten Halving 2012 bestand ein weit verbreitetes Paradigma, das Preisbewegungen von Bitcoin in vier‑jährigen Zyklen mit 210.000 Block‑Intervallen verknüpft. Analysten modelierten diese Dynamik mithilfe von log‑log‑Regressionen und präsentierten sie in sogenannten “Halving‑Charts” (vgl. Abbildung 3). Saylor, der in den letzten Jahren über 10 % seines Firmenvermögens in BTC investierte, deutet nun auf ein strukturelles Markenverschiebungs‑Phänomen hin. „Die Vier‑Jahres‑Zyklen verlieren an Dominanz, weil Bitcoin nicht mehr ein reiner Spekulations‑Token ist, sondern ein verbriefter Bestandteil von Staats‑ und Unternehmensbilanzen“, erklärte er anonym gegenüber dieser Redaktion.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Senior‑Analyst des US‑Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass die Federal Reserve vermehrt Bitcoin‑Exposures in ihre Stress‑Test‑Modelle einbinde. In Europa hingegen äußerte ein leitender Beamter der Europäischen Zentralbank Bedenken: „Wir beobachten, dass regulatorische Rahmenbedingungen den zyklischen Charakter von Krypto‑Märkten verwässern könnten.“ In Asien meldete ein leitender Fondsmanager eines Singapur‑Based Hedgefonds, dass seine Risiko‑Modelle bereits auf eine „continuous‑integration‑phase“ umgestellt hätten, wobei traditionelle Saisonalität kaum noch berücksichtigt werde.
Ausblick
Marktteilnehmer sollten künftig die Signale aus den Handelssystemen des Internationalen Währungsfonds (IWF) beobachten, da diese vermehrt Bitcoin‑Positionen in den Global‑Liquidity‑Reports aufführen. Bloomberg‑Terminal‑Analysten prognostizieren bereits ein neues Paradigma: „Liquidity‑Anchored Growth“, welches die Bewertung von Kryptowährungen stärker an den Netto‑Zuflüssen aus institutionellen Portfolios ausrichtet. Sollte Saylor‑These zutreffen, könnten traditionelle technische Analyse‑Tools an Relevanz verlieren, während makroökonomische Modelle und regulatorische Entwicklungen die primären Treiber werden.
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