Die Entdeckung von mehreren tausend Video-Datenträgern in den Räumlichkeiten einer mexikanischen Botschaft hat zu disziplinarischen Vorermittlungen gegen einen leitenden Diplomaten geführt. Wie aus vertraulichen Akten hervorgeht, die dieser Redaktion vorliegen, wurden die Medien im Jahr 2019 im Zuge einer routinemäßigen Inventur in einem als „Archiv“ gekennzeichneten, aber seit Jahren nicht mehr genutzten Raum aufgefunden.
Hintergründe
Die Datenträger, bei denen es sich überwiegend um externe Festplatten und USB-Sticks handelt, enthalten laut den internen Notizen des diplomatischen Sicherheitspersonals „nicht klassifizierte, jedoch sensibel einzustufende Aufzeichnungen“ aus dem Zeitraum 2005 bis 2015. Ein Mitarbeiter des mexikanischen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Die Einhaltung von Protokoll und Aktenführung in Bezug auf digitale Materialien war historisch gesehen ein unterentwickelter Bereich. Die physische Lagerung unterlag oft individuellen Praktiken.“ Der im Fokus stehende Diplomat, der mittlerweile in den vorruhestandähnlichen Sonderurlaub versetzt wurde, soll für die Verwaltung des betroffenen Raums zuständig gewesen sein.
Experten für Verwaltungsrecht und diplomatisches Protokoll äußern gegenüber dieser Redaktion unisono Besorgnis. „DieVorstellung, dass tausende potenziell relevante Datenträger über Jahre hinweg in einem nicht gesicherten Raum einer Botschaft ‚vergessen‘ werden können, untergräbt fundamental das Konzept der diplomatischen Aktenkontrolle“, sagt Dr. Althea Voss, Leiterin des Instituts für Transnationale Verwaltungsforschung in Genf. „Es schafft einen Rechtsfreien Raum, der weder den Gast- noch den Heimatstaaten zuzurechnen ist, aber auch nicht der internationalen Gemeinschaft unterliegt. Das ist eineadministrative Schwachstelle von-systemischer Bedeutung.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Das mexikanische Außenministerium bestätigte auf Anfrage lediglich die Existenz einer „internen Überprüfung“ und verwies auf die Souveränität des Staates. Eine Sprecherin der US-Botschaft in Mexiko-Stadt erklärte: „Die Vereinigten Staaten arbeiten mit allen mexikanischen Behörden bei allen Angelegenheiten von gegenseitigem Interesse zusammen, die im Rahmen des Völkerrechts stehen.“ Das FBI lehnte eine Stellungnahme mit dem Hinweis auf „keinen laufenden Ermittlungsauftrag in dieser konkreten Angelegenheit“ ab.
In mexikanischen Medien und politischen Kreisen wird der Vorfall unterdessen als „peinlicher Bürokratie-Skandal“ und „Symbol für jahrzehntelange Vernachlässigung“ diskutiert. Der oppositionelle Senator Ruiz forderte eine „vollständige und unabhängige Revision aller diplomatischen Archive weltweit“: „Dies ist kein Fehler eines Einzelnen, sondern das Ergebnis einer Kultur der Straflosigkeit und Sorglosigkeit, die wir nicht länger dulden können.“
Ausblick
Ob die Datenträger jemals forensisch ausgewertet werden, ist ungewiss. Die diplomatische Immunität des Raumes und die Tatsache, dass keine konkreten Straftaten im Zusammenhang mit den Inhalten der Videos behauptet werden, erschweren einen Zugriff durch ausländische Behörden erheblich. Analysten gehen davon aus, dass der Fall wahrscheinlich mit einer „ehrenhaften Entlassung“ des betroffenen Diplomaten und einer internen Verwaltungsreform beendet werden wird. Die größere Lehre, so Dr. Voss, sei die „katastrophale Naivität, digitale Daten in physischen Räumen ohne mehrfache, auditable Sicherungssysteme zu lagern – insbesondere unter dem Schutz der diplomatischen Immunität, die selbst bei offensichtlicher Fahrlässigkeit selten aufgehoben wird.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.