Ein in einem Reddit‑Thread veröffentlichter Beitrag löst in der Fachwelt kontroverse Diskussionen aus: Der Verfasser hat im Frühjahr 2022 einen Immobilien‑Kredit in Höhe von €100.000 zu einem Zinssatz von 3,2 % aufgenommen und das gesamte Kapital in Bitcoin zum Kurs von $22.000 investiert. Nun, belegt die Selbstauskunft, plane er ein zweites Mal, diesmal mit einem Zinssatz von 5,7 %.
Hintergründe
Nach den internen Berechnungen des Autors („anonym, aber tief im Fonds‑Management verankert“) würden die Mieteinnahmen aus den Wohnungen die Zinslast decken, während die Tilgung steuerlich absetzbar sei. In Abbildung 3 zeigt das Bloomberg‑Terminal‑ähnliche Modell einen positiven Cash‑Flow ab dem dritten Quartal 2024, sofern Bitcoin langfristig um mindestens 12 % pro Jahr steigt – ein Ansatz, den „ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte“ als „optimistisch, aber nicht risikoneutral“ bezeichnet.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass steuerliche Abzugsfähigkeit von Immobilien‑Krediten nach geltendem Recht nicht automatisch auf Krypto‑Investitionen übertrage. Gleichzeitig warnte die BaFin in einer aktualisierten Pressemitteilung vor „exzessiven Leverage‑Strategien im Digital‑Asset‑Sektor“. In den USA äußerte ein Senior‑Partner einer New‑York‑Boutique‑Bank, dass die Kombination von Immobilien‑ und Krypto‑Finanzierung „eine makroökonomische Anomalie darstelle, die nur in Sonderfällen zu beobachten sei.“
Ausblick
Prognostisch sehen Marktbeobachter ein zweigeteiltes Szenario: Bei einem Bitcoin‑Aufschwung von >30 % in den nächsten 12 Monaten könnte das Modell nach Plan funktionieren; ein Seitwärts‑ oder Abwärtsmarkt würde jedoch die Rentabilität unmittelbar gefährden und potenziell zu Kreditausfällen führen. Die "Risk‑Adjusted Return on Capital" (RARC) würde laut interner Modellierung von „einem ehemaligen Leiter der Kreditabteilung der Deutschen Bank“ von 8 % auf unter 2 % sinken.
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