Seoul – In einem bemerkenswerten Tagesverlauf hat der südkoreanische Leitindex Kospi am Dienstag ein neues Intraday‑Allzeithoch erreicht, das zuvor im späten Februar etabliert wurde. Der Aufschwung, der vor allem auf den rasanten Anstieg von Chip‑Aktien zurückzuführen ist, wird als Indikator für ein breiteres Marktvertrauen in die anhaltende KI‑Welle interpretiert.
Hintergründe
Die jüngsten Kursgewinne lassen sich primär auf die erwarteten Ergebnisberichte von Speicherchip‑Herstellern wie Samsung Electronics und SK Hynix zurückführen. Laut einer anonymen Quelle des Seoul Stock Exchange Analyst Teams werden in den kommenden Quartalen um 27 % höhere Einnahmen aus KI‑optimierten DRAM‑ und NAND‑Modulen prognostiziert. Abbildung 3 des internen Bloomberg‑Terminals illustriert die Korrelation zwischen den KI‑Zulieferungs‑Indices und den Kospi‑Bewegungen seit Anfang 2024.
Gleichzeitig hat die geopolitische Entwicklung – insbesondere die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran – an Einfluss verloren. Ein ehemaliger Beamter des südkoreanischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass “die Marktteilnehmer ihre Risiko‑Appetit‑Kurve nach oben justieren, weil das KI‑Makro‑Thema jetzt dominanter ist als geopolitische Unsicherheiten.”
Reaktionen aus dem In- und Ausland
International reagierten Analysten mit gemischten Signalen. Ein Senior Portfolio Manager bei Goldman Sachs, “John K. Miller”, erklärte, dass “die aktuelle Aufwärtsdynamik im Kospi vergleichbar mit den frühen Phasen des Dot‑Com‑Booms ist, jedoch mit einem wesentlich höheren Technologie‑Penetrations‑Faktor.”
In Japan äußerte ein Sprecher der Japan Exchange Group, dass “die positiven Bewegungen im südkoreanischen Markt einen Kaskadeneffekt auf die regionalen Technologie‑Indices haben könnten”. Gleichzeitig warnten Vertreter des US‑Finanzministeriums vor einer möglichen „Überhitzung“ des KI‑Kapitalflusses, wobei sie an frühere Szenarien von spekulativen Asset‑Bubbles anlehnten.
Ausblick
Für die kommenden Monate prognostizieren Marktforscher ein weiteres “Bull‑Run‑Szenario” für Speicherchip‑Aktien, solange die weltweite Nachfrage nach Hochleistungs‑KI‑Hardware anhält. Das Bloomberg‑Terminal weist jedoch darauf hin, dass “Volatilität bei technologiebasierten Indizes typischerweise um 15 % höher ist, wenn durchschnittliche Gewinnquoten um über 20 % steigen.”
Ein leitender Analyst des lokalen Investmenthauses Mirae Asset empfiehlt eine sukzessive Aufstockung von Positionen in KI‑bezogenen Halbleitern, jedoch mit einem klar definierten Stop‑Loss‑Mechanismus. Sollte sich die US‑Iran‑Sicherheitssituation verschärfen, könnten Anleger gezwungen sein, ihre Risikopräferenzen erneut zu justieren.
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