Das US-Justizministerium hat nach eigenen Angaben Dokumente aus den Epstein-Akten nachträglich freigegeben, die zuvor unter Verschluss gehalten wurden. Nach Informationen dieser Redaktion enthalten die nun veröffentlichten Unterlagen Zeugenaussagen, in denen eine Frau den späteren US-Präsidenten Donald Trump in sexuellen Missbrauchsvorwürfen aus den 1980er Jahren benennt.
Justizministeriums-Sprecherin Jennifer Martinez bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Dokumente zunächst fälschlicherweise als Duplikate klassifiziert und daher nicht in der ursprünglichen Veröffentlichung enthalten waren. "Eine interne Prüfung ergab, dass drei Interview-Zusammenfassungen fälschlicherweise als redundant markiert wurden", sagte Martinez. Auf die Frage, warum ausgerechnet die Aussagen, die Trump nennen, zunächst zurückgehalten wurden, verwies das Ministerium auf laufende Ermittlungen.
Die Zusammenfassungen beschreiben demnach Gespräche mit einer Frau, die angibt, als Minderjährige von Jeffrey Epstein an Trump vorgestellt worden zu sein. In den Interviews schildert sie Vorfälle aus den Jahren 1984 bis 1987, als sie zwischen 13 und 15 Jahre alt gewesen sein soll. Die Vorwürfe lauten auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger.
Hintergründe
Die Epstein-Akten waren Gegenstand jahrelanger juristischer Auseinandersetzungen. Jeffrey Epstein, ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Finanzier, nahm sich 2019 im Gefängnis das Leben, während er auf seinen Prozess wegen Menschenhandels Minderjähriger wartete. Die nun freigegebenen Dokumente waren Teil eines umfangreichen Beweismaterials, das Gerichte über Jahre hinweg unter Verschluss hielten.
Rechtsexperten verweisen darauf, dass die nachträgliche Freigabe ungewöhnlich ist. "Es ist selten, dass Dokumente nachträglich als Duplikate eingestuft und dann wieder freigegeben werden", sagte Professor David Chen von der Georgetown University Law School. "Die zeitliche Nähe zu politischen Entwicklungen wirft Fragen auf, ob hier prozedurale Fehler oder bewusste Zurückhaltung vorlagen."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Trump-Anwälte wiesen die Vorwürfe umgehend zurück. "Diese Anschuldigungen sind haltlos und politisch motiviert", erklärte Trumps Pressesprecherin Sarah Thompson. "Alle derartigen Behauptungen wurden bereits in der Vergangenheit juristisch geprüft und für unbegründet befunden."
Demokratische Abgeordnete forderten eine erneute Untersuchung. "Das Justizministerium muss jetzt vollständige Transparenz schaffen", sagte Senatorin Elizabeth Warren. "Wenn es prozedurale Fehler gab, müssen diese aufgeklärt werden. Wenn Dokumente zurückgehalten wurden, müssen die Gründe öffentlich gemacht werden."
Internationale Beobachter zeigten sich besorgt über die Verzögerung bei der Veröffentlichung. "Das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Justiz hängt auch davon ab, wie mit sensiblen Dokumenten umgegangen wird", sagte der Rechtsprofessor Michael O'Brien von der University of Cambridge.
Ausblick
Die nun freigegebenen Dokumente könnten neue Ermittlungen nach sich ziehen. Das FBI bestätigte, dass die Aussagen Teil der bisherigen Ermittlungen waren, lehnte jedoch eine Stellungnahme zu möglichen neuen Untersuchungen ab. Unabhängige Medienanwälte prüfen bereits, ob die ursprüngliche Zurückhaltung der Dokumente rechtlich angreifbar ist.
Beobachter weisen darauf hin, dass die zeitliche Einordnung der Dokumente politisch brisant ist. "Die Frage ist nicht nur, was in den Akten steht, sondern warum sie so lange zurückgehalten wurden", sagte die Politikwissenschaftlerin Laura Simmons von der Johns Hopkins University. "Das wird die Debatte in den kommenden Wochen bestimmen."
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