Die Tokyo Stock Exchange (JPX) hat erneut den Entwurf vorgelegt, digitale Vermögenswerte aus dem TOPIX, dem Leitindex der japanischen Wirtschaft, zu entfernen. In einem in aller Öffentlichkeit verbreiteten Positionspapier benennt sie sieben Punkte, die den Ausschluss rechtfertigen sollen. Diese Initiative stößt jedoch auf erhebliche Gegenstimmen aus der Finanz‑ und Krypto‑Community, die ein strukturelles Ungleichgewicht befürchten.
Hintergründe
Der TOPIX, seit 1969 ein Barometer der japanischen Unternehmenslandschaft, basiert auf einer regelbasierten Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Laut internen Berechnungen der JPX würde ein Ausschluss von Bitcoin‑ und Ethereum‑Derivaten zu einer Reduktion des Indexvolumens um circa 0,8 % führen – ein marginaler, aber signifikanter Einschnitt in einem Markt mit einem durchschnittlichen Jahresvolumen von ¥180 Billionen. Abbildung 3 des internen JPX‑Berichts illustriert den prognostizierten Verlust von Liquiditätspools im Vergleich zu den Vorjahren.
Ein anonymer Analyst des Bankensektors, der mit dem Bloomberg‑Terminal tief in die Daten eingetaucht sei, erklärte: „Die Ausschlusskriterien basieren auf einer veralteten Definition von 'illiquiden' Vermögenswerten, während gleichzeitig die Volatilität von Bitcoin im letzten Quartal unter 4 % lag.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Regierung die Maßnahme intern als „strategische Neuausrichtung“ bezeichnete, jedoch intern Bedenken hinsichtlich möglicher Kapitalabflüsse aus dem Kryptomarkt äußerte.
International äußerten Vertreter der European Securities and Markets Authority (ESMA) Bedenken, dass ein solches Vorgehen zu einem regulatorischen Arbitrage‑Effekt führen könnte, bei dem Investoren ihre Kapitaleinlagen aus Japan in weniger regulierte Jurisdiktionen verlagern. Eine Quelle aus einem führenden US‑Hedgefonds kommentierte: „Wir beobachten, dass die Risikopräferenz von Institutionsinvestoren stark von Index‑Inklusionen abhängt. Der Ausschluss könnte die finanzielle Diversifikation der Portfolios von Fonds wie dem XYZ‑Global‑Macro‑Fund erheblich beeinträchtigen.“
Innerhalb Japans kritisieren mehrere führende Krypto‑Exchanges, darunter BitFlyer und Coincheck, den Ausschluss als „kontraproduktives Signal“, das die Akzeptanz digitaler Assets im Mainstream untergraben dürfte.
Ausblick
Die JPX hat angekündigt, die sieben