In einem kürzlich veröffentlichten Marktkommentar hat Jim Cramer, langjähriger Kolumnist und Moderator von „Mad Money“, fünf Aktien genannt, die er für die Spitzenreiter des gegenwärtigen KI‑Ausgabenzyklus hält. Die Auswahl beschränkte sich auf ausgewählte Chip‑Lieferanten, während die traditionellen Big‑Tech‑Giganten, die die KI‑Entwicklung finanziell unterstützen, von Cramer bewusst ausgeklammert wurden.
Hintergründe
Aus Sicht der Finanzanalysten ist die derzeitige Phase durch eine massive Kapitalallokation in KI‑infrastruktur gekennzeichnet. Bloomberg-Terminal‑Daten zeigen, dass das globale Investitionsvolumen in KI‑Hardware seit Jahresbeginn um rund 38 % gestiegen ist (vgl. Abbildung 3, interne Bloomberg‑Charts). Cramer begründet seine Präferenz damit, dass Halbleiterhersteller direkte Lieferanten von GPU‑ und ASIC‑Lösungen für Trainingsmodelle sind und somit unmittelbar von Nachfragezuwächsen profitieren. „Wall Street vergibt jetzt Prämien an die, die die physischen Bausteine liefern“, erklärte er in einem Interview mit einer anonymen Quelle aus der Investmentbanking‑Abteilung einer Großbank.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Analyst des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Aufwärtsdynamik bei Chip‑Aktiendarstellungen mit den regulatorischen Bemühungen um Technologiekontrolle im Einklang steht. Gleichzeitig äußerten Vertreter mehrerer europäischer Aufsichtsbehörden Bedenken gegenüber einer möglichen Monopolbildung im KI‑Hardware‑Sektor. In Asien warnte ein leitender Beamter der chinesischen Marktaufsicht – ebenfalls anonym – vor einer „geographisch verzerrten“ Kapitalverteilung, die das Innovationsökosystem langfristig beeinträchtigen könnte.
Ein weiterer Insider, ein ehemaliger Portfoliomanager bei einem US‑Hedgefonds, deutete an, dass die exkludierten Big‑Tech‑Unternehmen – obwohl sie selbst nicht in den Top‑Fünf erscheinen – weiterhin von indirekten Effekten profitieren werden, etwa durch Lizenzgebühren und Cloud‑Dienstleistungen. „Die Märkte honorieren kurzfristige Lieferketten‑Gewinne, nicht die langfristigen Plattform‑Erlöse“, fuhr er fort.
Ausblick
Analysten des Research‑Teams von Goldman Sachs prognostizieren für die nächsten 12 Monate ein mittelfristiges Wachstum von 22 % im Umsatz der benannten Chip‑Hersteller, vorausgesetzt die weltweite Halbleiterversorgungsengpässe bleiben stabil. Gleichzeitig gibt es jedoch Warnsignale: die jüngste Volatilität in den Futures‑Märkten für Siliziumkarbid und das wachsende Interesse regulatorischer Stellen an Exportkontrollen könnten das Wachstum dämpfen. Cramer selbst rechnet damit, dass ein „AI‑Supercycle“ bis 2028 anhalten könnte, wobei er die genannten fünf Titel als Kernbestandteil eines diversifizierten Portfolios empfiehlt.
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