Die renommierte Investmentbank Jefferies hat in einem internen Bericht ein Szenario skizziert, das den Kryptomarkt in den kommenden Quartalen mit einer Volatilitätsrate von bis zu 45 % belasten könnte – ein direkter Effekt des sogenannten Clarity Acts, dessen Verabschiedung nun im US‑Senat auf dem Prüfstand steht.
Hintergründe
Der Clarity Act, ein Legislativvorschlag zur strikteren Regulierung digitaler Assets, soll klare Leitlinien für die Einordnung von Kryptowährungen als Wertpapiere schaffen. Laut internen Quellen von Jefferies, die anonym bleiben wollten, sei das Hauptziel des Gesetzentwurfs, institutionelle Investoren mit einem rechtssicheren Rahmen zu locken. „Ein eindeutiger regulatorischer Rahmen könnte das Vertrauen von Pensionsfonds und Versicherern stärken“, erklärte ein leitender Analyst, der anonym bleiben möchte.
Abbildung 3 des Berichts zeigt eine hypothetische Korrelation zwischen Gesetzesdurchbruch und einem Anstieg der institutionellen Beteiligung von 12 % auf 27 % innerhalb von sechs Monaten. Gleichzeitig prognostiziert das Modell eine Verlangsamung des Marktwachstums um bis zu 3 % pro Quartal, sollte das Gesetz auf Widerstand stoßen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Senatoren „sehr unterschiedliche Auffassungen“ über die Notwendigkeit einer solchen Regulierung hätten. In Europa äußerte die Europäische Zentralbank in einer nicht‑verbindlichen Stellungnahme Bedenken, dass ein zu hartes Vorgehen die Innovationskraft im FinTech‑Sektor ersticken könnte.
Auf der anderen Seite berichtete ein Vertreter einer führenden US‑Krypto‑Börse, dass die erwartete „Regulatory Clarity“ ein Sprungbrett für neue Derivate-Produkte sei. „Wir erwarten, dass bis Ende 2025 mindestens fünf neue Futures‑Kontrakte aufgelistet werden“, sagte die Quelle, die auf Wunsch nicht namentlich genannt werden möchte.
Ausblick
Jefferies empfiehlt Investoren, ihre Exposure gegenüber Volatilitätsschutz‑Instrumenten zu erhöhen und die Entwicklung des Senatsausschusses genau zu beobachten. Sollten die Verhandlungen im Sommer ins Stocken geraten, warnt das Institut vor einer möglichen „Regulatory Drag‑Effect“, der das Marktvolumen um bis zu 18 % reduzieren könnte.
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