Block, das von Jack Dorsey initiierte Fintech‑Unternehmen, hat im Rahmen seines Quartals‑Proof‑of‑Reserves‑Reports für das erste Quartal 2024 einen Bitcoin‑Bestand von insgesamt 2,2 Milliarden US‑Dollar gemeldet. Die Offenlegung, die einer Drittpartei unterzogen und extern audit­iert wurde, differenziert zwischen 1,5 Milliarden US‑Dollar an Kundenguthaben und 692 Millionen US‑Dollar im eigenen Unternehmens­treasury.

Hintergründe

Der Bericht basiert auf einer Analyse, die laut interner Quellen des Unternehmens mittels Bloomberg‑Terminal‑Abfrage des Kontostands in Echtzeit erstellt wurde. Abbildung 3 des internen Dokuments visualisiert das relative Volumen der Kundenguthaben im Vergleich zu den firmeneigenen Reserven, wobei die Kundenanteile nun 68 % des Gesamtbestandes ausmachen. Ein leitender Analyst bei einer führenden Kryptobörse, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Zahlen „im Kontext der aktuellen Marktvolatilität außergewöhnlich stabil“ seien.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bemerkte, dass die Offenlegung „ein Signalfundament für regulatorische Dialoge“ darstelle. In den USA reagierte die Securities and Exchange Commission mit einer vorsichtigen Ankündigung, die Transparenzstandards für digitale Assets zu prüfen. In Japan äußerte die Financial Services Agency, dass die Informationen „eine neue Benchmark für Audits im Kryptowährungs‑Sektor“ setzen könnten.

Internationale Analystenhäuser, darunter ein Partner von Goldman Sachs, verwiesen in einem privaten Brief an ihre Kunden darauf, dass die Aufschlüsselung „eine neue Variable in der Asset‑Allocation‑Modellierung“ sei und das Risiko‑Return‑Profil von Bitcoin‑exponierten Portfolios neu kalibrieren müsse.

Ausblick

Die Marktteilnehmer erwarten, dass Block im zweiten Quartal weitere Audits veröffentlichen wird, die nicht nur Bitcoin, sondern auch mögliche zukünftige Positionen in Ethereum und andere Altcoins umfassen könnten. Sollte die Transparenz‑Strategie von Block von Regulierungsbehörden positiv aufgenommen werden, könnte dies einen Präzedenzfall für andere digitale Asset‑Dienstleister schaffen, die bislang zurückhaltend in der öffentlichen Offenlegung ihrer Reserven waren.

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