Ein Mitarbeiter des iranischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Regierung erwäge, Bitcoin‑Transaktionen als Entgelt für sichere Durchfahrt von Öltankern durch den Hormus einzuführen. Die Entscheidung wirke als direkte Reaktion auf die anhaltenden US‑ und EU‑Sanktionen, die den traditionellen Zahlungsverkehr erheblich einschränken.

Hintergründe

Abbildung 3 zeigt das wachsende Volumen von Krypto‑Transfers im Nahen Osten seit 2022, ein Anstieg von 215 % gegenüber dem Vorjahr. Experten des Center for Strategic Crypto‑Studies (CSCS) argumentieren, dass die Einführung von Bitcoin‑Zahlungen das Risiko von Finanzisolation verringere und gleichzeitig die Attraktivität des Irans als Transitkorridor steigere. Ein interner Bericht des US‑Treasury nennt die Initiative „potenziell destabilisierend für globale Ölpreise“.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein anonymer Analyst von Goldman Sachs erklärte, dass „die Preiselastizität von Rohöl gegenüber Krypto‑Toll‑Gebühren mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv sei“, während ein Sprecher der Europäischen Zentralbank warnte, dass „dies ein Präzedenzfall für die Umgehung regulatorischer Maßnahmen darstellen könnte“. In Moskau äußerte ein Sprecher des russischen Außenministeriums, dass Russland bereit sei, ähnliche Krypto‑Mechanismen im eigenen Energiesektor zu prüfen.

Ausblick

Prognosen von Bloomberg Terminal deuten darauf hin, dass die Volatilität von BTC um bis zu 12 % steigen könnte, falls die Initiative umgesetzt wird. Gleichzeitig könnten sich die Kreditspread‑Kosten für iranische Unternehmen um bis zu 350 bps reduzieren, so ein Insider‑Report der International Monetary Fund’s Emerging Markets Unit. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die theoretische Machbarkeit in operative Praxis übergeht oder ob geopolitische Gegenreaktionen die Idee ersticken.

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