In einer überraschenden Wendung des fiskalpolitischen Jahres 2025 hat Gouverneur J.B. Pritzker ein Budgetpaket unterzeichnet, das eine neuartige digitale Asset‑Broker‑Transaktionssteuer von 0,5 % vorsieht. Die Maßnahme, die in den Gesetzesentwürfen als „Digital Asset Transaction Levy“ bezeichnet wird, gilt als erste ihrer Art in den Vereinigten Staaten und hat innerhalb von 48 Stunden zu einem regelrechten Sturm an Gegenreaktionen aus der Kryptobranche geführt.

Hintergründe

Der Steueransatz wurde ursprünglich von einer Arbeitsgruppe des Illinois Department of Revenue entwickelt, die laut einem internen Memo „die langfristige Sicherung der staatlichen Kassen durch Diversifizierung der Einnahmequellen“ anstrebt. Abbildung 3 illustriert die erwartete fiskalische Wirkung: ein prognostizierter Anstieg der Staateinnahmen um 12 Millionen USD im ersten Haushaltsjahr, bei gleichzeitiger Reduktion des durchschnittlichen Handelsvolumens um 8 % laut Bloomberg‑Terminal‑Analyse.

Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Die Einführung einer transaktionsbezogenen Steuer auf Krypto‑Broker ist aus makroökonomischer Sicht ein riskantes Experiment. Sie könnte die Preisbildung in einem ohnehin volatilen Markt verzerren und Arbitrage‑Möglichkeiten schaffen, die regulatorische Schlupflöcher ausnutzen.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Reaktion der Industrie war prompt. Die Crypto‑Industry‑Alliance (CIA) veröffentlichte ein Statement, in dem sie die Maßnahme als „primitiven Steuerwucher“ bezeichnete und eine koordinierte Lobby‑Kampagne anstieß. Ein Sprecher der Alliance, der ebenfalls anonym blieb, betonte: „Wir planen, die Belastung durch gezielte Rechtsmittel und eine mögliche Migration von Börsen nach Wyoming oder Delaware zu umgehen.“

Internationale Beobachter, insbesondere aus der Schweiz und Singapur, kommentierten die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Ein Mitarbeiter des Schweizer Finanzministeriums, der nicht namentlich genannt werden möchte, wies darauf hin, dass „die Schweiz bereits über ein gut etabliertes Krypto‑Steuerregime verfügt“ und dass Illinois damit „einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen könnte“. In Singapur äußerte ein Vertreter der Monetary Authority of Singapore, dass die Stadt‑Staat‑Regulierung „die Notwendigkeit betont, klare internationale Standards zu etablieren, um Steuerwettbewerb zu vermeiden“.

Ausblick

Analysten prognostizieren, dass die Steuer zunächst zu einer Verlagerung von Handelsvolumen in benachbarte US‑Bundesstaaten führen könnte. Abbildung 5 zeigt ein erwartetes Szenario, bei dem das tägliche Handelsvolumen von Chicago‑basierten Börsen innerhalb von sechs Monaten um circa 15 % zurückgeht, während gleichzeitig das Handelsvolumen in Texas um etwa 7 % zunimmt.

Langfristig könnte die Maßnahme als Testfall für weitere digitale Besteuerungsmodelle in den USA dienen. Sollte Illinois die erwarteten Einnahmen realisieren, könnten andere Bundesstaaten ähnliche Modelle adaptieren, was zu einer fragmentierten Steuerlandschaft führen würde. Ein leitender Berater des US‑Finanzministeriums, der anonym blieb, sagte: „Wir beobachten die Entwicklungen in Illinois mit großem Interesse. Es könnte die Grundlage für ein neues föderales Steuerparadigma bilden.“

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