Der US‑Immobilieninvestor Grant Cardone hat in einem kürzlich veröffentlichten Statement erklärt, künftig Bitcoin ausschließlich über die Cash‑Flows seiner Mietobjekte zu akquirieren. Das Konzept, das er als „treasury‑ähnliche“ Struktur bezeichnet, soll herkömmliche Aktienverkäufe ersetzen und die Volatilität des Kryptomarktes durch stabile Immobilienrenditen abfedern.

Hintergründe

Cardone, dessen Unternehmen Cardone Capital über ein Portfolio von 12 Mio. USD an jährlich wiederkehrenden Mieteinnahmen verfügt, plant, einen Teil dieser liquiden Mittel in Bitcoin zu reinvestieren. Laut einem internen Whitepaper (vgl. Abbildung 3) soll ein automatisierter „Cash‑Flow‑to‑BTC‑Connector“ wöchentlich die Erträge in digitale Token umwandeln. Analysten des Finanzdienstleisters Bloomberg Intelligence sehen darin einen Versuch, das wachsende Interesse institutioneller Anleger an Krypto‑Assets mit der Bilanzstabilität von Immobilien zu verbinden.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein anonym bleibender Finanzministerialbeamter bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass erste Gespräche mit Cardone Capital über regulatorische Rahmenbedingungen stattgefunden hätten. In London äußerte ein leitender Partner von Barclays „skeptisch“, dass die Liquidität von Immobilien‑Mieteinnahmen nicht ausreiche, um die Preis‑Swing‑Risiken von Bitcoin zu decken. In Shanghai hingegen hob ein Vertreter des staatlichen FinTech‑Gremiums die potenzielle „Diversifikation von Staatsfonds“ hervor, vorausgesetzt, die Transaktionen würden über regulierte Krypto‑Börsen abgewickelt.

Ausblick

Prognosen des Research‑Teams von Goldman Sachs gehen von einem anfänglichen Kaufvolumen von 30 Mio. USD im ersten Quartal 2025 aus, mit einer erwarteten jährlichen Rendite von 7 % über die reinvestierten Mieteinnahmen. Kritiker warnen jedoch vor einem möglichen „Cash‑Flow‑Liquidity‑Gap“, das bei sinkenden Immobilienpreisen zu einer automatischen Verkäufung von Bitcoin führen könnte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Cardones Modell als Meilenstein der hybriden Asset‑Allokation gilt oder lediglich ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Krypto‑Asset‑Experimente darstellt.

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