GraniteShares hat am Dienstag den bislang fünften Verschiebungszeitpunkt für seine 3‑fach Long‑ und 3‑fach Short‑XRP‑ETFs bekanntgegeben. Der neue Termin lautet zum 7. Mai, ein klares Indiz dafür, dass die regulatorischen Hürden für gehebelte Krypto‑Produkte weiter steigen.

Hintergründe

Der SEC‑Einreichungsprozess, insbesondere das Formblatt 485, hat in den letzten Wochen vermehrt Aufmerksamkeit erhalten. Laut einer anonymen Quelle aus dem Compliance‑Team der SEC "sind die Bedenken hinsichtlich Marktreife, Volatilität und potenziellem Missbrauch von Leveraged‑Products im Kryptobereich signifikant". Bloomberg‑Terminal‑Daten (Abbildung 3) zeigen einen Anstieg der Antragsabbrüche um 27 % seit Q1 2024. Grundlegend hierfür sind die offenen Fragen zur Preisfindung von XRP bei multiplizierten Kursbewegungen.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der unter Bedingung der Anonymität sprach, bewertete die Entwicklung als "einen frühen Warnschuss an die gesamte Leveraged‑Crypto‑Klasse". In Asien äußerte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, Bedenken, dass solche ETFs die "Systemstabilität in hochvolatilen Märkten" gefährden könnten. Rund um den Globus geben institutionelle Anleger vermehrt an, dass die "Risk‑Adjusted Return‑Profil‑Analyse" der Produkte nicht mehr den regulatorischen Vorgaben entspricht.

Ausblick

Die nächsten Schritte hängen maßgeblich vom Outcome der SEC‑Prüfung ab. Sollte die Behörde die Genehmigung verweigern, könnten weitere Anbieter wie VanEck oder ProShares ihre Leveraged‑Strategien überdenken. Experten prognostizieren in diesem Szenario ein Rückgang des XRP‑Handelsvolumens um bis zu 12 % innerhalb des Quartals, während die Volatilität auf dem Spot‑Markt weiter steigen dürfte. Abbildung 5 illustriert mögliche Szenarien für den XRP‑Preis basierend auf regulatorischer Handhabung.

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