Ein aktuelles Research‑Note von Goldman Sachs legt offen, dass die rasante Verbreitung generativer KI‑Systeme die US‑Beschäftigungsentwicklung mit einer Subtraktion von rund 16 000 Stellen pro Monat belastet, wobei gleichzeitig etwa 9 000 neue, durch KI augmentierte Positionen hinzukommen.

Hintergründe

Der „AI‑Labor‑Impact‑Model“ (ALIM) basiert auf einer Kombination von Echtzeit‑Payroll‑Daten, Machine‑Learning‑Prognosen und einer proprietären „Automation Elasticity Index“ (AEI). Abbildung 3 illustriert die negative Korrelation zwischen KI‑Adoption‑Rate und Netto‑Job‑Growth seit Q1 2023. Die Methodik extrapoliert von 1,2 Mio. KI‑Projektimplementierungen, wobei ein gewichteter Faktor von 0,73 die „disruptive Tiefe“ misst. Laut einem anonymen Analysten des Research‑Teams: „Die KI‑spezifische Sparquote lässt sich auf 0,12 % der Bruttolohnsumme pro Quartal beziffern.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein leitender Ökonom des US‑Arbeitsministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Zahlen „im Rahmen der erwarteten Produktivitätskurve“ liegen, fügte jedoch hinzu, dass „politische Maßnahmen zur Weiterqualifizierung entscheidend werden.“ In Europa äußerte ein Senior‑Strategist der Europäischen Zentralbank Bedenken, dass ein ähnliches „AI‑Deflation‑Phänomen“ EU‑weit zu höheren strukturellen Arbeitslosigkeitsraten führen könnte. Ein Vertreter der japanischen Industrie‑ und Handelskammer verwies auf die „AI‑Resilience‑Strategie“, die bereits 2022 4 % der Beschäftigten in „human‑machine collaboration“ umschult habe.

Ausblick

Goldman Sachs prophezeit, dass bei einer Fortsetzung der aktuellen Trendlinie bis Ende 2026 ein kumulatives Defizit von rund 1,2 Mio. Arbeitsplätzen entstehen könnte, sofern die Augmented‑Roles nicht exponentiell skalieren. Das Unternehmen empfiehlt Investoren, verstärkt in „Reskilling‑Infrastruktur‑Fonds“ (RISF) zu positionieren. Parallel arbeitet das Research‑Team an einer „AI‑Job‑Stability‑Scorecard“, die Unternehmen helfen soll, das Risiko von KI‑induzierter Stellenverdrängung zu quantifizieren.

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