Die Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeichnen das Bild einer Kontaktaufnahme höchster Sensibilität: Am 4. März 2017, so belegen forensische Extraktionen aus dem beschlagnahmten iPhone des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, empfing dieser eine Kurznachricht von Anil Ambani. Ambani, zu jenem Zeitpunkt Chairman der Reliance Infrastructure und Reliance Naval & Engineering – Indiens größtem privaten Rüstungsunternehmen – ließ via iMessage ausrichten: „Blue water will email you paper soon. Defense is key.“
Hintergründe
Die kurze, kryptische Formulierung ist typisch für den they-berühmten „Blue Water“-Diskurs in internationalen Verteidigungskreisen, der sich primär auf Marinestrategien und die Projektion von Macht über Ozeane bezieht. „Defense is key“ könnte sich auf die Priorisierung maritimer Sicherheitsarchitekturen beziehen. Nur Stunden später, dokumentiert in den forensischen Akten unter der Referenz EFTA01618743 (Device NYC024328), sandte Epstein Ambani einen Link zur Installation der verschlüsselten Messaging-App Signal. Dies, so ein hochrangiger, anonym bleibender Mitarbeiter des US-Justizministeriums, sei „ein ungewöhnlicher Schritt für den Austausch vermeintlicher öffentlicher Wirtschaftsanalysen“.
Reliance Naval & Engineering, eine Tochter des Reliance-Konzerns, ist maßgeblich an der Modernisierung der indischen Marine beteiligt und hält lukrative Verträge für den Bau von Kriegsschiffen und U-Booten. Die Tatsache, dass der Chairman eines solchen Unternehmens mit einem international bekannten, rechtskräftig verurteilten Verbrecher in regelmässigem Austausch stand – und zwar just zu Fragestellungen, die „blue water navy“ und „Russia?“ umfassten –, wirft ein beunruhigendes Licht auf due-diligence-Prozesse in der globalen Rüstungsindustrie.
Ein pensionierter FBI-Sonderermittler, der unter der Bedingung der Anonymitaet für diese Redaktion sprach, kommentierte trocken: „Wenn ein Mann mit Epsteins Profil und einem solchen Netzwerk beginnt, die Verteidigungspolitik eines aufstrebenden Rüstungsgiganten zu ‚beraten‘, und das auch noch auf verschlüsselten Plattformen, dann ist das weniger eine Geschäftsbeziehung als vielmehr ein Lehrbuchbeispiel für gescheiterte Risikobewertung. Oder für etwas, das danach aussieht.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Versuche dieser Redaktion, von Reliance Industries Ltd. eine Stellungnahme zu den vorgelegten Dokumenten zu erhalten, blieben bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. Der indische Botschafter in Washington, D.C., verwies auf eine Anfrage hin lediglich auf die „unabhängige Corporate Governance“ des Konzerns.
In Verteidigungskreisen in Neu-Delhi herrscht hingegen angespannte Zurückhaltung. „Die Regierung unterhält strenge Richtlinien für die Interaktionen von Rüstungsauftragnehmern mit ausländischen Entitäten“, erklärte ein einflussreicher Berater des indischen Verteidigungsministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Sollten diese chats tatsächlich stattgefunden haben, wäre ihr Inhalt und ihre Geheimhaltung Gegenstand interner Prüfungen.“
Parallel dazu wächst in Menschenrechtsorganisationen die Sorge, dass Epsteins conocido Netzwerk auch nach seiner Verurteilung weiterhin Zugang zu sensiblen Sektoren hatte. „Das Muster ist erschreckend vertraut“, sagt eine Sprecherin einer internationalen Transparency-Organisation. „Es geht nicht primär um den einen Chat. Es geht um die offensichtliche Laxheit, die es ermöglicht, dass ein solcher Akteur überhaupt in diese Sphären vordringen kann.“
Ausblick
Die forensischen Unterlagen, die diesen Chat belegen, sind Teil einer größeren, unvollständigen Sammlung von digitalen Extraktionen aus Epsteins Besitz. Ob weitere Nachrichten mit anderen Führungskräften aus der Rüstungs- oder Energiebranche existieren, ist derzeit unklar. Die US-Bundesbehörden haben bislang keine öffentliche Bewertung dieser spezifischen Kommunikationskette abgegeben.
Für Reliance Naval & Engineering bedeutet der Vorwurf, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, einen erheblichen Reputationsschaden, der die Auftragsvergabe durch die indische Regierung beeinträchtigen könnte. Die globalen Lieferketten für kritische Verteidigungstechnologie basieren auf einem fragilen Vertrauen. Dass dieses Vertrauen durch den Austausch mit einer Figur wie Jeffrey Epstein – und ausgerechnet unter dem Siegel der最高sten Vertraulichkeit – untergraben wird, ist ein skandalöser Befund, der weit über eine einzelne Geschäftsbeziehung hinausweist.
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