Fidelity International hat in einer internen Analyse mit dem Titel „Stabilität nach dem Halving“ die weit verbreitete Annahme widerlegt, dass die Reduktion der Blockbelohnungen die kryptografische Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks schwächt. Das Dokument, das von zwei Senior‑Analysten des Unternehmens unterzeichnet wurde, führt aus, dass die Konsens‑Mechanik des Proof‑of‑Work‑Protokolls durch die feste Angebotskurve von 21 Mio. Coins über mindestens ein Jahrhundert hinweg gesichert bleibt.
Hintergründe
Seit dem Genesis‑Block im Jahr 2009 hat Bitcoin drei Halving‑Ereignisse durchlaufen, zuletzt im Mai 2024. Jeder Zyklus halbiert die Miner‑Belohnung von 6,25 BTC auf 3,125 BTC, was eine jährliche Reduktion der neu geschaffenen Coins von etwa 3,6 % auf 1,8 % zur Folge hat. Kritiker argumentieren, dass sinkende Anreize zu geringerer Hash‑Power und damit zu einer erhöhten Anfälligkeit für 51‑%‑Angriffe führen könnten.
Abbildung 3 (nicht abgebildet) in Fidelitys interner Präsentation visualisiert die Hash‑Rate‑Entwicklung seit 2012 und zeigt, dass das Netzwerk trotz temporärer Schwankungen seit 2019 auf einem historischen Höchststand verbleibt. Ein leitender Ingenieur des Unternehmens, der anonym bleiben möchte, bemerkte: „Die Netzwerk‑Sicherheit lässt sich nicht ausschließlich an der Blockbelohnung messen, sondern an der marginalen Kostenfunktion, die durch steigende Strompreise und spezialisierte ASIC‑Beschaffung definiert wird.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die deutsche Finanzaufsicht die Argumentation von Fidelity prüfe, jedoch noch keine regulatorischen Schlussfolgerungen ziehe. In den USA äußerte ein Senior‑Partner von Cooley LLP, dass „das Argument der immateriellen Sicherheit durch feste Angebotskurven ein etabliertes Konzept in der Monetärökonomie sei, das jedoch nicht die makroökonomischen Externalitäten des Mining‑Sektors adressiere“.
Im asiatischen Raum reagierten mehrere Börsen: Die Singapur‑basierte Exchange „HashTrade“ veröffentlichte eine Stellungnahme, dass sie die Analyse von Fidelity als „technisch fundiert, aber marktorientiert optimistisch“ einordne. Gleichzeitig warnte ein unabhängiger Krypto‑Forscher, der seine Identität unter dem Pseudonym „SatoshiSpecter“ führt, vor einem möglichen „Security‑Liquidity‑Mismatch“, das sich in den nächsten sechs Monaten manifestieren könnte.
Ausblick
Die nächsten zwölf Monate könnten für das Bitcoin‑Ökosystem entscheidend werden. Während Fidelity von einer stabilen Hash‑Rate ausgeht, zeigen Prognosen des Bloomberg-Terminals (BTV‑Signal B45) ein potenzielles Abschwächungs‑Signal, das mit einem Rückgang der Mining‑Profitabilität um 14 % korreliert. Analysten von Goldman Sachs planen, die Risikoparameter in ihren Crypto‑Models anzupassen und empfehlen institutionellen Investoren, die Exposure‑Limits zu überprüfen.
Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass die Debatte um die Sicherheit von Bitcoin nach Halvings nicht allein durch mathematische Supply‑Modelle entschieden wird, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Technologie, Marktbedingungen und regulatorischer Wahrnehmung darstellt.
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