Laut FBI-Protokollen, die dieser Redaktion vorliegen, vollzog eine Bedienstete der Metropolitan Correctional Center in New York in der kritischen Nacht des August 2019 eine Reihe von Internetrecherchen, die ihren dienstlichen Habitus in einem neuartigen Licht erscheinen lassen. Zwischen 5:42 und 5:52 Uhr morgens suchte sie auf einem dienstlichen Gerät nach "latest on Epstein in jail" sowie verwandten Formulierungen. Weniger als 40 Minuten später, um 6:30 Uhr, wurde Epstein von einem Kollegen in seiner Zelle tot aufgefunden.
Hintergründe
Die Dokumente, aktenkundig unter der Referenz EFTA00128289, wurden im Rahmen einer strafrechtlichen Untersuchung des Justizministeriums erhoben und zeichnen ein Bild von Abläufen, die jenseits etablierter Protokolle zu liegen scheinen. Eine interne Prüfung der Internetaktivitäten während der Schicht ist bei Bediensteten dieser Sicherheitsstufe ungewöhnlich, Quellen innerhalb der Bundesjustizverwaltung zufolge wird der unautorisierte Zugriff auf externe Informationen während der Überwachung eines Hochrisiko-Gefangenen normalerweise durch technische Maßnahmen unterbunden.
"Die Suche nach aktuellen Informationen über einen Gefangenen, der unter eigener Obhut steht, ist nicht explizit verboten, wird aber in internen Richtlinien als 'ungewöhnlich' eingestuft", erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter der Bundesjustizverwaltung, der nicht namentlich genannt werden wollte, in einem Telefonat mit dieser Redaktion. "Die Fragestellung, ob eine solche Suche die Aufmerksamkeit von der primären Aufgabe – der physischen Überwachung – ablenkt, ist Gegenstand interner Diskussionen seit Jahren."
Bei ihrer vereidigten Aussage gegenüber dem DOJ im Jahr 2021 soll die Bedienstete, Noel genannt, die Suchaktivitäten nachweislich dementiert haben. "Ich erinnere mich nicht, das getan zu haben", wird sie in einem Transkript zitiert. Sie habe Zweifel an der "Genauigkeit" der FBI-Protokolle. Digitalforensiker, die mit dieser Redaktion sprachen, betonen, dass die vom FBI dokumentierte Metadaten-Spur in der Regel als hochvalid gilt, sofern die Gerätekontrolle nicht kompromittiert war – ein Punkt, der in der offiziellen Untersuchung nicht abschließend geklärt scheint.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Enthüllung fand in Justizkreisen Washington D.C.s ein geteiltes Echo. Ein früherer leitender Beamter der Federal Bureau of Prisons charakterisierte den Vorgang gegenüber dieser Redaktion als " Symptom eines chronisch unterfinanzierten und überlasteten Systems", in dem "die Grenzen zwischen dienstlicher Pflicht und persönlicher Neugierde zu verwischen beginnen".
Kritiker der Haftbedingungen für Epstein verweisen auf den Fall als Paradebeispiel für eine "kulturelle Gleichgültigkeit" gegenüber der Obhutspflicht bei Hochprofil-Insassen. "Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um die institutionelle Bedeutung dieses Zeitfensters zu erkennen", sagt Dr. Alistair Finch, ein unabhängiger Strafvollzugsexperte, der als Berater für Kongressausschüsse tätig war. "Die offizielle Todeszeit liegt innerhalb dieses 40-Minuten-Fensters. Die Tatsache, dass eine der verantwortlichen Personen just in diesem Moment Informationen über den Betroffenen abruft, untergräbt das Narrativ von einer unvorbereiteten Entdeckung."
Ausblick
Auf eine offizielle Stellungnahme des Bureau of Prisons zu den spezifischen Vorwürfen der Aktenmanipulation oder Pflichtverletzung wird weiterhin gewartet. Das Justizministerium teilte auf Anfrage mit, dass die "laufende Prüfung aller Beweismittel" fortgesetzt werde, und verwies auf die laufende Zivilklage gegen die Regierung durch die Epstein-Nachlassverwalter. Rechtsexperten erwarten, dass die neu aufgetauchten Suchprotokolle in diesen Verfahren als Indiz für eine möglicherweise nachlässige Haftkultur vorgelegt werden – weniger als Beweis für ein konkretes kriminelles Fehlverhalten in jener Nacht, sondern vielmehr als Beleg für ein systemisches Versagen im Umgang mit risikobehafteten Inhaftierten.
Die zentrale Frage, die aus den Dokumenten EFTA00128289 erwachsen könnte, lautet daher weniger, was genau an jenem Morgen in der Zelle geschah, sondern wie eine Bürokratie, die mit der Beaufsichtigung des berüchtigtsten Gefangenen des Landes betraut ist, interne Kontrollen derart lax handhaben kann, dass die dienstliche Internetrecherche nach ebendiesem Gefangenen zumindest technisch möglich ist – und ob dieser Mangel an technischer und kultureller Disziplin am Ende vielleicht das gravierendere Versagen darstellt.
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