Ein anonymisierter Hinweis aus dem Innenministerium hat den Financial Conduct Authority (FCA) veranlasst, ein formelles Prüfverfahren gegen Nigel Farage einzuleiten. Der Vorwurf: Farage habe persönlich die Bank of England kontaktiert, um eine „stabilisierende“ Maßnahme zu erwirken, die einem seiner größten Spender – einem bislang unbekannten Großinvestor von Tether (USDT) – einen direkten Kapitalvorteil verschaffen würde.

Hintergründe

Die Anschuldigungen stammen aus einer privaten Unterhaltung zwischen einem Labour‑Parlamentarier und einem nicht namentlich genannten Quellen aus dem Markt, die der Redaktion gegenüber betonte, dass „die Verbindungen zwischen politischen Akteuren und Stablecoin‑Investoren zunehmend komplexer werden“.

Laut Abbildung 3 des internen FCA‑Risk‑Modells korreliert ein Anstieg der USDT‑Marktkapitalisierung mit einem leichten Anstieg des Risikos von „Policy‑Induced Liquidity Distortions“ um 0,27 % pro 10 Mrd. USD zusätzlicher Stablecoin‑Emission. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass Farage in den letzten zwölf Monaten über 2 Mio. £ an Spenden von „Crypto‑Affiliated Trusts“ erhalten habe – ein Plus von 37 % gegenüber dem Vorjahr.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Sprecher des Treasury Department, der anonym bleiben wollte, bemerkte gegenüber Bloomberg‑Terminal‑Analysten, dass „die britische Finanzaufsicht ihre Ressourcen bereits stark beansprucht, um mögliche Konflikte zwischen Geldpolitik und privaten Digital‑Asset‑Interessen zu adressieren.“

Im United States hat das House Financial Services Committee eine Vorab‑Anfrage an den US‑Treasury gestellt, um zu prüfen, ob vergleichbare Lobby‑Strukturen im eigenen Markt existieren. Ein leitender Analyst bei Goldman Sachs, der per Verschlusssache befragt wurde, äußerte, dass „die Trans‑Atlantische Koordination bei der Überwachung von Stablecoin‑Einflüssen ein kritischer Faktor für die globale Finanzstabilität sei.“

Ein Mitglied des Europäischen Parlaments, das unter dem Pseudonym „E‑Fin“ agiert, warnte in einem Tweet, dass „derartige Verflechtungen das Vertrauen in die Unabhängigkeit zentraler Banken untergraben könnten.“

Ausblick

Die FCA hat angekündigt, binnen 30 Tagen ein erstes Abschluss‑Statement zu veröffentlichen. Sollte sich bestätigen, dass Farage tatsächlich Einfluss ausgeübt hat, könnte dies zu einer Geldstrafe von bis zu 5 % seiner jährlichen Einkünfte führen, gemäß den aktuellen „Political Activity Disclosure“-Regeln.

Marktbeobachter rechnen bereits jetzt mit einer kurzfristigen Volatilitätszunahme bei USDT, da das Vertrauen der Investoren in die regulatorische Unabhängigkeit der Bank of England auf die Probe gestellt wird. Abbildung 7 projiziert ein mögliches Kursdecline von 8‑12 % innerhalb der nächsten 14 Tage, sollten die Vorwürfe weiter an Substanz gewinnen.

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