Ein Konsortium aus ehemaligen Forschern der Ethereum Foundation hat in den vergangenen Wochen ein neues Forschungszentrum ins Leben gerufen: Ethlabs. Das mit BitMine und SharpLink finanziell unterstützte Non‑Profit‑Institut soll als unabhängige Schnittstelle zwischen dem dezentralen Netzwerk und institutionellen Kapitalgebern fungieren.
Hintergründe
Nach internen Quellen zufolge, die anonym bleiben wollten, soll Ethlabs zunächst drei Kernbereiche abdecken: Netzwerk‑Performance‑Analytics, regulatorische Compliance‑Modelle und Governance‑Simulationen. Abbildung 3 des internen Pitch‑Decks zeigt ein komplexes Sankey‑Diagramm, das die geplante Datenpipeline von On‑Chain‑Metriken bis hin zur Risiko‑Quantifizierung illustriert. Der Vorstand besteht nach Angaben des CEO, einem ehemaligen Leiter der Ethereum‑Stipendienprogramme, zu 70 % aus ehemaligen Wissenschaftlern und zu 30 % aus Senior‑Strategen großer Vermögensverwalter.
Die Finanzierung beläuft sich auf rund 45 Mio. USD, wobei BitMine – ein früherer Miner‑Venture‑Capital‑Fund – 60 % und SharpLink – ein Spezialist für interoperable Datennetze – die restlichen 40 % bereitstellt. Ein Sprecher des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Behörden die Meldung zur Eintragung ins Handelsregister bereits erhalten haben.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Analyst von Goldman Sachs, der sich nicht namentlich nennen lässt, äußerte gegenüber Bloomberg Terminal, dass Ethlabs „eine mögliche „Layer‑Zero‑Analytics‑Schicht“ darstellen könnte, die das Risikomanagement für institutionelle Portfolios revolutioniert.“ Gleichzeitig zeigte ein leitender Beamter der Europäischen Zentralbank Besorgnis, dass die neue Forschungsdatenbank zu einer Konzentration von Informationen führen könnte, die bislang dezentralisiert verteilt sind.
In Asien berichtete das „Tokyo Crypto Daily“, dass mehrere japanische Staatsfonds bereits Gespräche über potenzielle Kooperationen mit Ethlabs führen. Ein Insider aus dem Taipei‑Büro der OECD verwies darauf, dass die Initiative „eine unvermeidliche Plattform für standardisierte, regulatorisch konforme Krypto‑Berichterstattung“ bereitstelle.
Ausblick
Prognosen von Chainalysis deuten darauf hin, dass institutionsbasierte Transaktionen auf Ethereum bis Ende 2025 um 27 % zulegen könnten – ein Anstieg, der Ethlabs ein erhebliches Marktpotenzial bietet. Die geplante Veröffentlichung des ersten quartalsweisen „Ethereum Institutional Insight Report“ ist für Q4 2024 vorgesehen. Analystenwarnungen warnen jedoch vor möglichen „Data‑Monopol‑Risiken“, sollten die Datenzugriffsrechte nicht transparent geregelt werden.
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