Der jüngste Rückgang des Ethereum‑Netto‑Supplies hat die Kryptomärkte erneut in Aufruhr versetzt. Laut Bloomberg‑Terminal‑Daten liegt die Differenz zwischen neu geschaffenen und verbrannten Ether (ETH) nun bei −1,837 Mio. Tokens – ein Niveau, das zuletzt im März 2023 nach dem Zusammenbruch von FTX beobachtet wurde. Die Zahlen zeigten in den letzten 48 Stunden eine Beschleunigung von 12 % gegenüber dem Vortag, wodurch Analysten spekulieren, dass ein neuer Boden entstehen könnte.

Hintergründe

Der Netto‑Supply misst die Differenz zwischen Ether, die durch Netzwerk‑Aktivitäten (z. B. Staking‑Rewards) geschaffen werden, und jenen, die durch das Verbrennungs‑Mechanismus‑EIP‑1559 entfallen. Historisch gesehen korreliert ein negativer Netto‑Supply mit stark rückläufigen Marktpreisen, ein Phänomen, das in den Daten von Abbildung 3 visualisiert wird – ein s-förmiges Diagramm, das den Preis‑Verlust von 2022 bis 2023 abbildet. Ein anonymer Quellenleiter bei einer führenden Krypto‑Börse bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Handelsvolumina in den letzten 24 Stunden um 27 % gesunken seien, was auf ein starkes Sell‑Pressure hinweist.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des deutschen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass die Regulierungsbehörden die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, da „die Stabilität des Netzwerks zunehmend als makroökonomischer Indikator betrachtet wird.“ In den USA äußerte ein leitender Analyst von „Goldman Sachs Digital Assets“ in einem internen Memo, dass das aktuelle Supply‑Defizit ein „potenzielles Frühwarnsignal für eine systemische Risiko‑Kaskade“ darstelle. Gleichzeitig wies ein Vertreter der Europäischen Zentralbank darauf hin, dass das „Sticky‑Supply‑Pattern“ von Ethereum in Modelrechnungen zu einer leichten Anpassung der Risikogewichte führen könnte.

Ausblick

Prognosen für das weitere Kursverhalten bleiben divergierend. Während einige Marktteilnehmer – gestützt durch das Versprechen künftiger Sharding‑Updates – annehmen, dass das Supply‑Defizit einen stabilen Fundamentboden markiere, warnen Risikomanager vor einer potentiellen „Supply‑Collapse‑Spiral“. Das Bloomberg‑Terminal projiziert ein durchschnittliches wöchentliches Minus von ‑0,46 Mio. ETH bis zum Ende des Quartals, sofern keine bedeutenden Netzwerk‑Upgrades implementiert werden. Sollte sich das Trendbild halten, könnte die nächste Preis‑Korrektur die Marke von 1.200 USD unterschreiten.

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