Ein ehemaliger Koordinator der Ethereum Foundation, der unter dem Pseudonym „A. K.“ anonym bleiben wollte, hat in einem exklusiven Interview an die Börse von Finanzierungsengpässen für die Ethereum‑Kernentwicklung gewarnt. Er betonte, dass die mittlerweile auslaufenden Förderprogramme, die seit 2017 das Rückgrat von Forschung, Protokoll‑Updates und Sicherheitsaudits bildeten, in den kommenden Monaten auslaufen werden, ohne dass ein adäquater Ersatzplan vorliege.

Hintergründe

Seit dem Start des „Ethereum Improvement Program“ (EIP) hat die Stiftung jährlich durchschnittlich 45 Mio. USD an Grants ausgeschüttet (vgl. Abbildung 3). Mit dem Abschluss des „Ethereum Grants 2022‑2024“ läuft das letzte große Finanzpolster im September aus. Laut interner Quellen des Finanzministeriums, die anonym bleiben möchten, könnten bis zu 30 % der derzeit aktiven Kernprojekte vor einem Liquiditätsengpass stehen. Expert*innen der Blockchain‑Forensik befürchten, dass die Reduktion der Mittel zu einer Verlangsamung kritischer Upgrades wie „Shanghai‑2“ und „EIP‑4844“ führen könnte.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der anonym bleiben will, äußerte gegenüber dieser Redaktion: „Der Markt reagiert bereits mit einer leichten Risiko‑Prämie auf Ethereum‑Derivate. Wir beobachten ein Verschieben des implizierten Volatilitätsindex um 12 Basispunkte.“ In Berlin merkten Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft an, dass sie die Risiken für die europäische Finanzstabilität prüfen würden, da ein großer Teil der De‑Fi‑Infrastruktur auf Ethereum basiert. Gleichzeitig erklärte ein Sprecher des chinesischen Staatsrates, dass China seine eigenen staatlich geförderten Blockchain‑Initiativen beschleunigt, um von einem möglichen „Funding‑Vacuum“ zu profitieren.

Ausblick

Die Ethereum‑Community diskutiert bereits alternative Finanzierungsmodelle: ein dezentrales Staking‑Fund‑Pool, ein token‑basiertes „Revenue‑Sharing‑Agreement“ und die Einführung von „Ethereum Futures Grants“, welche über Derivate‑Märkte finanziert werden könnten. Abbildung 7 zeigt ein prognostiziertes Szenario, in dem ein kombinierter Staking‑ und Futures‑Mechanismus die jährliche Förderquote um rund 18 % steigern könnte. Marktbeobachter warnen jedoch, dass die Komplexität solcher Modelle Regulierungs‑ und Compliance‑Risiken birgt, die den Zeitplan für kritische Upgrades weiter verzögern könnten.

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